Inflation: Deutsche Rate vielleicht geringer als angenommen

Von ella, dpa29.06.2022, 13:07

Der Kurs des Euro änderte sich am Mittwochmittag nur wenig. Die Gemeinschaftswährung wurde gegen Mittag bei 1,0513 US-Dollar gehandelt, also auf dem gleichen Niveau wie am Morgen. Am Dienstagnachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs zuletzt auf 1,0561 Dollar festgesetzt.

Im Mittelpunkt des Interesses am Devisenmarkt steht die Entwicklung der Verbraucherpreise. Anleger warten auf Preisdaten aus Deutschland, die am frühen Nachmittag veröffentlicht werden sollen. Die deutsche Inflationsrate soll im Juni unverändert bei 7,9 Prozent liegen, so die Marktprognose.

Das bevölkerungsreichste Bundesland, Nordrhein-Westfalen (NRW), veröffentlichte schon am frühen Morgen Preisdaten und meldete eine Inflationsrate von 7,5 Prozent im Juni. Die Inflation lag in NRW im Vormonat noch bei 8,1 Prozent. Die Daten aus NRW zählen zu den Kennzahlen, aus denen das Statistische Bundesamt die erste Schätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland insgesamt ermittelt. Sie liefern damit einen Hinweis, dass die deutsche Inflationsrate geringer als angenommen ausfallen könnte.

Im Handelsverlauf hatte allerdings auch Spanien Preisdaten bekanntgegeben. Im Juni fiel die Inflation in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone viel höher als erwartet aus, mit einer für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Inflationsrate von 10,0 Prozent. Die EZB stellte aufgrund der hohen Inflation von Juli an Zinserhöhungen in Aussicht.

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