Jefferies empfiehlt Hugo-Boss-Aktien zum Kauf

Von ella, dpa28.06.2022, 08:57

Der DAX startet am Dienstag wohl eher lustlos in den Handel. Der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Stunde vor Xetra-Eröffnung ein Minus von 0,07 Prozent bei 13 177 Punkten. Ein leichtes Plus wird beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erwartet. Nach ihrer jüngsten Erholungsrally startete die Wall Street die Woche ohne neue Schwung.

Der DAX war am Montag zunächst auf 13 378 Punkte gestiegen. In kurzer Zeit erholte er sich damit seit dem Vorwochentief bei 12 904 Punkten um fast vier Prozent, bevor ihm die Luft ausging. Angesichts der anhaltenden Sorgen wegen Rezession und Inflation bleibt das Umfeld schwierig.

Die Marktteilnehmer achten am Dienstag auf die Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, mit der sie das geldpolitischen Symposium der Europäischen Zentralbank in portugiesischen Sintra eröffnen wird. Die Devisenexperten der Commerzbank schätzen, dass Lagarde nicht viel Neues präsentieren dürfte, da der Fahrplan der EZB in Sachen geldpolitischer Straffung für die nächsten Monate bereits klar kommuniziert worden sei.

Nach den Zahlen von Nike stehen Puma und Adidas im Fokus. Im jüngsten Geschäftsquartal verdiente der US-Sportartikelhersteller deutlich weniger, da die Covid-Sperren in China eine Belastung waren. Ein Händler kritisierte besonders den Ausblick bei den Bruttomargen. Zu Xetra-Schluss verlor Adidas vorbörslich 1,2 Prozent, Puma 0,8 Prozent.

Die Aktien von Hugo Boss erzielten auf Tradegate vorbörsliche Kursgewinne von 2,1 Prozent, nachdem eine das Analysehaus Jefferies für den Modehersteller ausgesprochen hatte. In einer Studie, die am Dienstag vorliegt, schrieb Analystin Kathryn Parker, dass die Metzinger "vom Boss zum Anführer" würden. Daten aus den sozialen Medien zeugten von einer Trendwende der Marke. Die Jahresziele seien schon konservativ, so die Expertin. Sie sieht die Aktien auch als günstig bewertet.

Nach der Abstufung durch Morgan Stanley von "Equal-weight" auf "Underweight" verloren Henkel-Aktien auf Tradegate 2,5 Prozent. In der Konsumgüterindustrie würden die Nachfragerisiken unterschätzt, schrieb Analystin Pinar Ergun. Diese dürften zusammen mit dem wie Margendruck die Defensivqualitäten der Branche vor eine Bewährungsprobe stellen. Bei Henkel, Nestle und Unilever sieht Ergun die größten Risiken von Rückschlägen in Sachen Markterwartungen./ajx / stk.

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