Norddeutsche Landesbank macht im 3. Quartal wieder Gewinn

Von ella, dpa29.11.2022, 18:07

Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) hat dank der Finanzierung neuer Projekte im dritten Quartal insgesamt wieder Gewinn gemacht – im Vergleich zum Vorjahr allerdings drücken veränderte Bewertungen und die wieder anziehenden Zinsen auf die Zahlen. Zum Ende des ersten Halbjahres hatte das Institut beim Konzernergebnis mit einem Minus von 63 Millionen Euro abgeschlossen. Dieser Verlust drehte sich den Angaben vom Dienstag zufolge nun bis Ende September in ein Plus von 37 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte die NordLB allerdings mit 127 Millionen Euro noch mehr als drei Mal so viel verdient.

t-online aktuell 29.11.2022

Das so definierte "Gesamtergebnis der Periode" steigerte sich über die ersten drei Quartale gesehen von 82 auf 404 Millionen Euro, bezieht man sämtliche Effekte – vor allem auch die Entwicklung beim Eigenkapital – mit ein. Eine maßgebliche Ursache für die Einbußen in einigen Bereichen war unter anderem der Zinsanstieg zum Jahresbeginn, wie die Bank erklärte. Ein anziehendes Neugeschäft mit den Kunden habe dem entgegengestanden. Dennoch fiel im dritten Quartal allein betrachtet erneut ein Gewinn von 100 Millionen Euro an.

"Wir sind mit der Entwicklung der NordLB in den letzten Monaten zufrieden", erklärte Vorstandschef Jörg Frischholz und ergänzte: "Vor allem der Anstieg beim profitablen Neugeschäft zeigt: Wir sind zurück am Markt." In den ersten drei Quartalen in diesem Jahr vergab die Bank sogar 80 Prozent mehr Kredite als im Vorjahreszeitraum. Auch das Zins- sowie das Provisionsergebnis verbesserten sich für sich genommen.

Auf eine konkrete Prognose für das gesamte Jahr 2022 verzichtete die Landesbank von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt indes, weil dies die "Unwägbarkeit" des wirtschaftlichen Umfelds nicht zulasse. Den Konzerngewinn von 19 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr zu übertreffen, sei allerdings das Ziel. Nach mehreren Verlustjahren war 2021 das Geldhaus, zu dessen Mitbesitzer auch die Sparkassen-Gruppe gehört, wieder profitabel geworden. Der harte Sparkurs, der einen erheblichen Personalabbau umfasst, ist einer der Gründe.

Zuvor hatte die NordLB mit einer aufgeblähten Bilanz und faulen Schiffspapieren schwierige Zeiten durchgestanden. Ende 2019 musste sie von ihren Träger gerettet werden. Die Bank will bis Ende 2023 2800 bis 3000 Beschäftigte haben, 6300 waren einmal. Unter anderem ist das Institut bei der Finanzierung von Energieprojekten aus erneuerbaren Quellen tätig. Sie ist gemeinsam mit dem Bund und dem Land Niedersachsen zum Beispiel auch am geplanten LNG-Terminal in Stade beteiligt.

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