US-Aktien: Verluste wettgemacht

Von ella, dpa24.01.2023, 17:51

Am Dienstag haben die US-Börsen ihre moderaten Verluste vom Handelsauftakt weitestgehend wettgemacht. So gelang dem bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial sogar ein Sprung ins Plus. Im Zuge der allmählich an Fahrt aufnehmenden Berichtssaison sorgten Unternehmen nicht nur für lange Gesichter, sondern es gelang ihnen auch, hie und da zu überzeugen. Dagegen wirkten sich die kurz nach dem Handelsstart veröffentlichten Stimmungsdaten aus der US-Industrie und aus dem Dienstleistungssektor kaum aus.

t-online aktuell 24.01.2023

Der Dow rückte im frühen Handel zuletzt um 0,09 Prozent auf 33 658,24 Punkte vor. Der marktbreite S&P 500 erholte sich überwiegend und gab lediglich um 0,07 Prozent auf 4017,05 Zähler nach. Auch der technologielastige Nasdaq 100 machte seine Auftaktverluste fast wett und verringerte sein Minus auf 0,09 Prozent und damit auf den Stand von 11 861,83 Punkten.

Ersten Schätzungen zufolge fielen die von S&P Global ermittelten Stimmungsdaten für Januar besser als gedacht aus. Allerdings liegen beide Werte weiter unterhalb der Schwelle von 50, die Wachstum signalisiert. Den US-Kennzahlen von S&P für die Industrie und den Dienstleistungssektor wird jedoch nicht dieselbe hohe Bedeutung beigemessen wie dem "alteingesessenen" ISM-Index, der etwas später im jeweiligen Berichtsmonat veröffentlicht wird.

Unternehmensseitig dürfte die Berichtssaison allmählich in die Gänge kommen. Im Dow standen vorerst der Versicherer The Travelers, der Mischkonzern 3M, der Konsumgüter- und Pharmahersteller Johnson & Johnson sowie der Mobilfunkanbieter Verizon mit ihren Geschäftsberichten im Blick, bevor der Software-Hersteller Microsoft nachbörslich seine Quartalszahlen bekannt gibt. Zudem legt der Kreditkartenanbieter Visa im späteren Handelsverlauf Zahlen vor.

An die Index-Spitze setzte sich die Travelers-Aktie mit plus 1,8 Prozent. Zwar hatte der Schadensversicherer den heftigen Wintersturm in den USA und Kanada Ende 2022 finanziell deutlich zu spüren bekommen, aber die viel beachtete Schaden-Kosten-Quote sorgte für Erleichterung unter den Anlegern, denn sie fiel besser aus als gedacht. Am Dow-Ende sackten 3M hingegen nach einem deutlichen Rückgang des Gewinns, der selbst bereinigt unter den Analystenschätzungen lag, sowie nach Aussagen zum Jahr 2023 um 6,2 Prozent ab.

Johnson & Johnson gingen um 1,0 Prozent zurück. Im Schlussquartal des letzten Jahres bremsten weniger verkaufte Covid-Impfungen und der starke Dollar das Geschäft aus. Nach einem kräftigen Auf und Ab zum Börsenstart ging es für Verizon hingegen um 1,6 Prozent nach oben. Die Prognose des Telekom-Unternehmens zum neuen Jahr liegt unter der Markterwartung, so dass der überraschend starke Gewinn im 4. Quartal die Anleger allem Anschein nach überzeugt hat.

Ebenfalls im Blick standen Papiere des Autozulieferers Magna, der an der Nyse 7,5 Prozent verlor. Das kanadisch-österreichische Unternehmen reduzierte seine Schätzung für die Ebit-Marge 2022 und enttäuschte damit die Anleger.

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