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Silvio Berlusconi will Macht bei ProSiebenSat.1 übernehmen


Berlusconi meldet Übernahme von ProSiebenSat.1 an


Aktualisiert am 18.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Silvio Berlusconi wird offenbar nicht neuer Staatspräsident von Italien.Vergrößern des Bildes
Silvio Berlusconi, schon lange interessiert an einer Übernahme von ProSiebenSat.1. (Quelle: picture alliance / Sven Hoppe/dpa./dpa)

Es ist ein Kracher in der Medienbranche: Der italienische Medienunternehmer und Politiker Silvio Berlusconi meldet die "faktische Kontrolle" der Fernsehsendergruppe ProSiebenSat.1 an. Details sind unklar.

Die österreichische Kartellbehörde meldet, die Medienholding von Silvio Berlusconi habe die Feststellung der "faktischen alleinigen Kontrolle" der Sendergruppe ProSiebenSat1 beantragt. Alle betroffenen Unternehmen wurden bis zum 10. Januar um Stellungnahme gebeten.

Bislang besaß Berlusconis MediaForEurope (MFE) gut 25 Prozent von ProSiebenSat.1. Das österreichische Nachrichtenportal "DE24Live" berichtet, Berlusconi habe womöglich geheim über Treuhänder weitere Aktien des Medienunternehmens erworben. Tatsächlich befinden sich die meisten Anteile des TV-Konzerns in Streubesitz.

Die Sendergruppe wollte den Vorgang am Sonntag gegenüber t-online nicht kommentieren. Aus Unternehmenskreisen bei MFE hieß es laut "Spiegel", dass man keinesfalls einen Anteil von über 30 Prozent erwerben wolle. Man habe nicht die Absicht, die Kontrolle zu übernehmen. Die Mitteilung sei lediglich so formuliert, weil ein Großaktionär mit mehr als 25 Prozent bei Versammlungen eine Mehrheit bei den Stimmrechten erreichen könne.

Tatsächlich wäre ein "geheimer" Erwerb der Aktienmehrheit eine feindliche Übernahme. Normalerweise müsste Aktionären zuvor ein offizielles Übernahmeangebot gemacht werden. Warum die MFE die Formulierung der "faktischen alleinigen Kontrolle" bei der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde wählte, ist unklar.

Mehrere Gespräche zwischen den Medienkonzernen

Berlusconi strebt seit Längerem eine Übernahme von ProSiebenSat.1 an. Der Sender hatte dies bislang immer abgelehnt. Laut Medienberichten soll es allerdings auch mehrere Gespräche zwischen dem ProSiebenSat.1-Aufsichtsratsvorsitzenden Andreas Wiele und Berlusconis Finanzchef Marco Giordani gegeben haben. Das sei jedoch nichts Ungewöhnliches bei einem der wichtigsten Investoren, hieß es bei ProSiebenSat1.

Erst im Oktober hatte sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder besorgt gezeigt, Berlusconi könnte die Mehrheit an ProSiebenSat.1 erwerben. Auf den Medientagen München hatte er gesagt, man wolle nicht, dass andere Regierungen die Sendergruppe quasi dominierten. "Wir Bayern lieben Italien, aber wir müssen hier auch nicht komplett italienisch werden", so Söder.

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