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Bundesregierung: Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien soll wachsen

Gesetzentwurf  

Wärmeanteil aus erneuerbaren Quellen soll wachsen

02.10.2007, 11:20 Uhr | dpa / onWirtschaft, 02.10.2007, t-online.de

Die Bundesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien bei der Wärmeerzeugung deutlich ausbauen. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil von heute sechs auf 14 Prozent mehr als verdoppelt werden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf einen entsprechenden Gesetzentwurf von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). Der Ausbau soll demnach jährlich mit 350 Millionen Euro gefördert werden.


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Zwangsanschluss ans Fernwärmenetz?
Um dieses Ziel zu erreichen, sollten Hauseigentümer gezwungen werden, Wärme aus erneuerbaren Quellen zu nutzen. Verschont bleiben dem Bericht zufolge nur Häuser mit modernen Heizkesseln. Zudem sollen Kommunen Hauseigentümer zwingen können, sich an das öffentliche Nah- und Fernwärmenetz anzuschließen und den Bedarf ausschließlich aus diesem Netz zu decken. Für Verweigerer sind hohe Strafen vorgesehen: Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Bestimmungen verstößt, solle mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro belegt werden.

Nachfrage deutlich gesunken
Die Pläne Gabriels dürften vor allem der Umweltindustrie zu Gute kommen, die sich in jüngster Zeit über schlechte Nachfrage und sinkende Umsätze beklagt. Laut dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) ging die Nachfrage nach fast allen Wärmeerzeugern sowie Solarthermieanlagen im ersten Halbjahr um zweistellige Werte zurück. Nur der Markt für Öl-Brennwertkessel stagnierte. Zugewinne verzeichneten demnach lediglich Wärmepumpenheizungen mit einem Marktwachstum von 30 Prozent, allerdings ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Marktanteil.

Großer Nachholbedarf vorhanden
Laut der Analyse des Verbandes werden die Heizkessel der rund 17 Millionen Zentralheizungen in Deutschland im Schnitt alle 24 Jahre modernisiert. Als Folge nutzen 20 Prozent der Anlagen in deutschen Haushalten die energetischen Potenziale nicht und 70 Prozent nur unzureichend. Laut BDH sind über zwei Millionen Wärmeerzeuger sogar deutlich älter als 25 Jahre. Das Erreichen der Klimaziele der Bundesregierung rücke so "in weite Ferne", warnte der Verband bei der Vorstellung seiner Zahlen. Zugleich verwies der BDH auf eine um mehr als 50 Prozent gesunkene Nachfrage nach Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur CO2-Gebäudesanierung. Dieser Nachfragerückgang belege, "dass die Schere zwischen klimapolitischem Anspruch und der Realität im Markt immer weiter auseinanderklafft".

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