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Gabriel will See-Windkraft bevorzugen

Erneuerbare Energien  

Gabriel will See-Windkraft bevorzugen

12.10.2007, 12:52 Uhr | dpa-AFX, 12.10.2007, t-online.de

Windräder im Meer (Offshore-Windkraft) gelten als vielversprechende Energiequellen. Dank der ständigen Meeresbrise sind diese Anlagen weitaus produktiver als Windräder auf dem Land. Doch bisher fristete die Offshore-Windkraft in Deutschland ein Schattendasein. Das will  Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ändern. Dazu will der Minister laut einem Bericht im „Handelsblatt“ die Vergütungen für Windkraft aus dem Meer deutlich heraufsetzen. Dagegen sollen die Betreiber von Windkraftanlagen zu Lande Einschnitte hinnehmen.
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Gabriel will Meer-Windkraft zum Durchbruch verhelfen
Mit der höheren Einspeisevergütungen will der Minister die Offshore-Windkraft zum Durchbruch verhelfen. Das Blatt beruft sich in ihrem Bericht auf einen Entwurf eines Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Danach soll die Windkraft aus dem Meer künftig mit elf bis 15 Cent je Kilowattstunde vergütet werden. Gabriel will diesen Betrag für alle Windräder auf hoher See festschreiben, die bis Ende 2012 in Betrieb gehen. Ab 2013 sinken die Vergütungen dann pro Jahr um fünf Prozent. Bislang war eine Vergütung in Höhe von lediglich neun Cent bei einer Inbetriebnahme spätestens 2008 geplant.

Windkraftbranche kritisiert Befristung
Eine Vergütung von bis zu 15 Cent je Kilowattstunde ist nach Ansicht der Branche auskömmlich, die Anlagenbauer und -betreiber selbst hatten bislang 14 Cent gefordert. Die Verlängerung der Frist bis zum Jahr 2012 reicht der Branche allerdings nicht. "Der Entwurf geht in die richtige Richtung, springt aber in dieser Hinsicht zu kurz. Wir brauchen langfristige Perspektiven. Für Investoren ist es ansonsten interessanter, nach Großbritannien, Dänemark oder Schweden zu gehen", sagte Rainer Heinsohn, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke, dem "Handelsblatt".

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Erneuerbaren Energien-Anteil am Stromverbrauch bei 13 Prozent
Erneuerbare Energien sind der Dreh- und Angelpunkte in der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Das Gesetz zur Förderung dieser Energien hat dem Öko-Strom in den vergangenen Jahren einen erheblichen Auftrieb beschert. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch liegt derzeit bei gut 13 Prozent. Er hat sich damit seit dem Inkrafttreten des Gesetzes im Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert den verschiedenen Erzeugungsvarianten (Wasser, Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie) unterschiedlich hohe Vergütungen, die zum Teil deutlich über den Marktpreisen liegen. Diese Vergütungen summierten sich im vergangenen Jahr auf netto 3,2 Milliarden Euro. Der Betrag wird auf die Stromverbraucher umgelegt.

Webnews und Mr. Wong

Einschränkungen bei Windkraft zu Lande
Für Windräder auf dem Land sieht Gabriels Gesetzentwurf nur minimale Änderungen vor: Statt derzeit 8,13 Cent sollen ab dem übernächsten Jahr 7,95 Cent gezahlt werden. Die Branche stellt das jedoch vor Probleme. "Wenn es so kommt, ist der Markt in zwei Jahren tot", sagte Ralf Bischof, Geschäftsführer des Bundesverbandes Windenergie, der Zeitung. Zwar hat sich der Wirkungsgrad der Windräder in den vergangenen Jahren enorm erhöht; dem stehen jedoch stark steigende Kosten gegenüber.

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