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Stromversorgung: Ökostrom kann Kernkraft nicht ersetzen

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Ökoenergie kann Kernkraft nicht ersetzen

30.11.2007, 18:33 Uhr | dpa / ots/ T-Online, t-online.de

Kernkraftwerk Biblis (Foto:dpa)Kernkraftwerk Biblis (Foto:dpa) Auch die intensive Nutzung von Ökostrom kann auf absehbare Zeit die Kernkraft nicht ersetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) im Auftrag der HypoVereinsbank. Die Autoren der Studie warnen vor einer erheblichen Stromlücke im Jahr 2020, empfehlen aber dennoch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien.
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Stromlücke von 16 Prozent im Jahr 2020 
Die Studie geht davon aus, dass bei einem jährlichen Anstieg des Stromverbrauchs um 0,5 Prozent bis zum Jahr 2020 eine Deckungslücke von rund 16 Prozent des Stromverbrauchs entstehen dürfte. Grund dafür ist der Ausstieg aus der Kernenergie. Der Rückgang des Anteils der Kernenergie an der Stromversorgung kann bis zum Jahr 2020 aber durch die regenerativen Energien, wie Windkraft, Biomasse und Solarenergie nicht kompensiert werden.

Strom aus dem Ausland 
Dieser Strom müsste aus dem Ausland importiert oder aus fossilen Energieträgern erzeugt werden. "Wir wollen weder den politisch beschlossenen Atomausstieg torpedieren noch Horrorszenarien an die Wand malen", sagte HVB-Vorstand Stefan Schmittmann. "Allerdings sollte auch eine allzu blauäugige Herangehensweise nach dem Motto "Der Wind wird es schon richten" vermieden werden"." Bei einem optimistischeren Szenario sähe die Lage anders aus. Sofern der jährliche Stromverbrauch um 0,5 Prozent sinkt, könnte der Ökostrom die Kernenergie sogar vollständig ersetzen. Doch dieses Szenario halten die Autoren angesichts der historischen Entwicklung des Stromverbrauchs für unwahrscheinlich. 

"Brückentechnologien" sollen Lücke schließen
Als Konsequenz aus der Untersuchung spricht sich HWWI-Forscher Michael Bräuninger für "Brückentechnologien" auf der Basis fossiler Brennstoffe aus, um die zu erwartende Stromlücke zu schließen. Dazu zählten CO2-freie Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke. Überdies plädieren die Forscher für einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Deren Anteil an der Stromerzeugung hat sich in den vergangenen zehn Jahren zwar verdoppelt, beträgt aber gegenwärtig nur zehn Prozent. Die Bundesregierung will erreichen, dass dieser Anteil bis 2020 auf 25 bis 30 Prozent und bis 2050 auf mindestens 50 Prozent steigt. Das ist laut HHWI auch möglich.

Bürokratische Hürden
Allerdings gilt es dafür noch einige Hürden zu beseitigen, die einem zügigem Ausbau entgegen stehen. So scheitert die Erneuerung bestehender Windkraftwerke oft an bürokratischen Hemmnissen. Trotz jahrelanger Planungsarbeiten gibt es noch keinen Offshore-Windpark vor der deutschen Küste. Die HWWI-Studie geht davon aus, dass auch künftig neue Kohlekraftwerke gebaut werden, um den bisherigen Beitrag der Kohle zur Stromversorgung aufrecht zu erhalten. Doch auch dagegen gibt es zunehmend Widerstand aus der Politik und von Umweltverbänden. Die zurzeit größten Projekte in Deutschland sind die im Bau befindlichen Kraftwerke in Datteln (E.ON) und Grevenbroich (RWE). Mit einer geplanten Leistung von 2200 Megawatt gehört Grevenbroich zu den Prestigeprojekten von RWE. Das Werk von E.ON in Datteln soll 1100 Megawatt leisten.

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