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Solarstrom: Photovoltaik-Boom in Deutschland verteuert die Strompreise

Solarbranche  

Teurer Boom

18.03.2008, 13:53 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Installation einer Solaranlage (Foto: ddp)Installation einer Solaranlage (Foto: ddp) Die Solarbranche in Deutschland boomt. Gut für die Umwelt, aber teuer für Verbraucher. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens Photon Consulting werden hierzulande bis ins Jahr 2010 deutlich mehr Photovoltaik-Anlagen installiert werden als in jedem anderen Land der Welt, wie die Berliner Zeitung berichtet.

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Hohe Mehrkosten
Nach Berechnungen von Wirtschaftsforschern könnte das die Solarstromkosten für die deutschen Verbraucher allerdings auf nahezu 100 Milliarden Euro hochtreiben. Die jährlich neu gebaute Leistung dürfte in Deutschland im Jahr 2010 mit rund 6500 Megawatt knapp achtmal so hoch liegen als 2006.

Zehnmal mehr als veranschlagt
Das Umweltministerium geht in seiner Leitstudie 2007 lediglich von etwa 600 Megawatt aus. Photon Consulting rechnet also damit, dass der Zuwachs an neuen Anlagen mehr als zehnmal so hoch ausfällt wie von der Bundesregierung veranschlagt.

Ein Viertel in Deutschland
Dann stünde das relativ sonnenarme Deutschland für mehr als ein Viertel der 23.300 Megawatt, die bis 2010 weltweit installiert würden. Dahinter folgen der Prognose zufolge Kalifornien mit dann 3100 Megawatt jährlich neu installierter Leistung, Spanien mit 2400 Megawatt, Japan mit 1600 Megawatt und Italien mit 1500 Megawatt.

Sonnenreiche Länder ohne Bedeutung
China, wo bereits ein Großteil der weltweit produzierten Solarmodule hergestellt wird, bleibe dagegen mit einem Zubau von 200 Megawatt ein eher unbedeutender Markt. Auch Absatzmärkte in den sonnenreichen Ländern von Afrika und Lateinamerika blieben nahezu bedeutungslos.

Hohe Förderung in Deutschland
Grund sei, dass in Deutschland die Endkunden wegen der relativ hohen Förderung, den sie für den eingespeisten Strom erhalten, bereit sind, höhere Preise für Solarmodule zu bezahlen. Zudem gebe es gemäß dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) hierzulande theoretisch keine Begrenzung der Förderung von Solarstrom. Dagegen seien in den meisten Ländern Fördermittel oder maximal installierte Solarstromleistung gedeckelt.

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73 Milliarden Euro bis 2010
Für Verbraucher in Deutschland bedeutet dies höhere Kosten. Nach einer Berechnung des  Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) für die Berliner Zeitung würden bei einem derartigen Boom allein von 2008 bis 2010 verpflichtende Kosten für die Stromverbraucher in Höhe von insgesamt knapp 73 Milliarden Euro fällig.

Garantien für Betreiber
Diese müssten von den Stromkonzernen nach dem EEG über 20 Jahre an die Betreiber der neuen Anlagen garantiert gezahlt werden. Die Energieunternehmen dürfen die EEG-Zahlungen wiederum an die Verbraucher weiterreichen.

Jetzt schon viele Verpflichtungen
Zusammengenommen addierten sich die möglichen Folgekosten für die Stromkunden durch die Solarförderung von 2000 bis 2010 auf 96 Milliarden Euro, so RWI-Umweltchef Manuel Frondel. Bis Ende 2007 seien bereits Verpflichtungen in Höhe von 23 Milliarden Euro aufgelaufen.

 



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