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Umweltminister Gabriel für mehr Strom aus Kohle

Kraftwerke  

Umweltminister Gabriel für mehr Strom aus Kohle

14.04.2008, 14:40 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Umweltminister Sigmar Gabriel: Kritik an Gegnern neuer Kohlekraftwerke (Foto: ddp) Umweltminister Sigmar Gabriel geht die Gegner von neuen Kohlekraftwerken scharf an. Sie setzten die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands aufs Spiel, sagte er in einem "Spiegel"-Interview. Auch mit dem Bau neuer Kohlekraftwerke könnten die Klimaschutzziele noch erreicht werden. #

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Auch Glos für neue Kohlekraftwerke
Gabriel wörtlich: "Wir können zusätzlich zu den im Bau befindlichen Kohlekraftwerken noch zehn Anlagen bauen, ohne die Klimaziele zu gefährden." Auch Wirtschaftsminister Michael Glos dringt auf rasche Investitionen in neue Kohlekraftwerke und Leitungsnetze. Er hielt seinem Kabinettskollegen aber in der "Wirtschaftswoche" vor, das Problem der Energieversorgung durch "die ideologische Brille zu betrachten" und dadurch seinerseits die Energiesicherheit in Deutschland zu gefährden.

 

Vereinbarkeit verschiedener Ziele
Mit ihrem Widerstand gegen neue Kohlekraftwerke leisteten Umweltverbände längeren Laufzeiten von Atomkraftwerken Vorschub, so Gabriel: "Es geht um das Zentrum unserer Industriegesellschaft." In einem zehnseitigen Thesenpapier beschreibt Gabriel laut "Spiegel" eine Energiepolitik, mit der sich Klimaschutz, Atomausstieg, bezahlbare Strompreise und Versorgungssicherheit vereinbaren lassen sollen.

Gibt es eine Stromlücke oder nicht?
Nach Darstellung von Glos drohen Deutschland bereits in vier Jahren eine Energielücke und Stromabschaltungen, sollten nicht bald die Investitionen in neue Leitungsnetze und Kohlekraftwerke erfolgen. Er beruft sich auf Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (Dena), wonach Deutschland ab 2012 eine Stromlücke droht. In Zweifel zieht Glos dagegen ein Gutachten, das Gabriel beim Umweltbundesamt in Auftrag gegeben hat und das die Energieversorgung in Deutschland als sicher einstuft. Den Stromkonzernen hielt Glos vor, dass hohe Milliardeninvestitionen in Netz und Kraftwerke auf Eis liegen.

Die Union hält nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) daran fest, dass für eine sichere Energieversorgung in Deutschland Kohlekraftwerke und eine längere Laufzeit von Atommeilern notwendig sind. "Sonst ist unsere Energieversorgung in Gefahr", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Im Zusammenhang mit den erneuerbaren Energien warnte Merkel davor, "das Kind mit dem Bade" auszuschütten: "So sehr ich dafür bin und auch viel dafür tue, erneuerbare Energien zu fördern, so sehr sollten wir auch nicht übersehen, dass sie allein Deutschlands Energieversorgung auf absehbare Zeit nicht gewährleisten können."

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