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TÜV warnt vor Erhöhung des Bio-Anteils im Diesel

Biosprit  

TÜV warnt vor Erhöhung des Bio-Anteils im Diesel

21.04.2008, 10:38 Uhr | dpa, T-Online - mmr

Viele Autos vertragen neuen Biosprit nicht (Quelle: imago images)Viele Autos vertragen neuen Biosprit nicht (Quelle: imago images) Erst das Hin-und-Her um den Biosprit-Anteil im Benzin - nun ein neues Desaster um Biodiesel? Der TÜV warnt vor möglichen Schäden an Automotoren durch den neuen Biodiesel, der ab Januar 2009 zum Einsatz kommen soll. TÜV-Süd-Spezialist Walter Geier, Leiter der Abteilung Tank- und Kühlsysteme, sagte "Bild am Sonntag": "Es gibt keine Garantie dafür, dass eine Erhöhung der Biodiesel-Beimischung auf sieben Prozent nicht zu mehr Ausfällen führen kann." Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) bezeichnete die Bedenken hingegen als unbegründet.

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Verträglichkeit bei älteren Modellen nicht geklärt
Die neueste Generation von Dieselmotoren sei vermutlich für B7 (Diesel mit sieben Prozent Bio-Anteil) geeignet, sagt Geier: "Aber bei Fahrzeugen der älteren Generation ist die Verträglichkeit nicht geklärt." Biodiesel könne bestimmte Gummimischungen angreifen, warnte der TÜV-Experte: "Dichtungen quellen auf oder lösen sich, Diesel tritt aus. Nicht zu vernachlässigen ist die nicht vorhandene Schmierwirkung des Biodiesels, was ebenfalls zu Ausfällen und zu erheblichen und teuren Schäden führen kann."

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Bio-Task-Force warnt auch
Wie die Zeitung weiter berichtet, äußerte zudem die "Bio-Task-Force" des Deutschen Instituts für Normung (DIN) Einwände gegen den neuen Dieselkraftstoff B7, dem ab 1. Januar 2009 sieben statt bisher fünf Prozent Biodiesel beigemischt werden sollen. Das Bundesumweltministerium von Sigmar Gabriel (SPD) wisse von den Problemen. Gabriel liege seit August 2007 der Bericht vor. Die Experten urteilten: "Selbst bei Verwendung von B5 (Diesel mit fünf Prozent Bio-Anteil) kann es zu einer grenzwertigen Ölverdünnung kommen, so dass mit B7 bereits sicher fahrzeugtechnische Probleme zu erwarten sind. Daher stellt B7 keine geeignete Interimsmaßnahme zur Gewährleistung des Bestandsfahrzeugschutzes dar."

 

VDB und Umweltministerium widersprechen
Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) beschwichtigt jedoch. "Schwierigkeiten für Pkw-Motoren durch die Erhöhung der Beimischung von Biodiesel zu mineralischem Diesel von fünf auf sieben Prozent sind nicht zu erwarten", hieß es dazu in einer Stellungnahme des VDB. Der Verband verwies auf positive Erfahrungen in Frankreich, wo es die höhere Beimischung bereits gebe. Auch das Bundesumweltministerium erklärte, es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass die Einführung einer neuen Diesel-Sorte B7 in Deutschland zu irgendwelchen technischen Schwierigkeiten bei neuen oder alten Kraftfahrzeugen führen werde. Bei der Normung gehe es nicht um die Frage, ob B7 eingeführt werde, sagte ein Sprecher: "Offen ist lediglich eine technische Detailfrage bei der Umsetzung." Allerdings solle es keinen Blankoscheck für die Einführung von B7 geben. Über die entsprechende Verordnung "wird das Bundeskabinett erst dann entscheiden, wenn der zuständige DIN-Ausschuss seine Arbeit abgeschlossen hat", so der Sprecher weiter.

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