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Landwirtschaft: Biodiesel verteuert Bier und Brot

Lebensmittel  

Industrie warnt: Biodiesel verteuert Bier und Brot

09.07.2008, 17:41 Uhr | sky, dpa, t-online.de

Teures Bier durch Biosprit (Foto: imago)Teures Bier durch Biosprit (Foto: imago) Biertrinker müssen sich auf steigende Preise für das kühle Blonde nach Feierabend einstellen - und auch die Schnitte dazu wird teurer. Die Äcker müssten dem Anbau von Lebensmitteln vorbehalten bleiben, sonst seien weitere Preiserhöhungen unvermeidlich, warnten drei Industrieverbände. Bäcker, Brauer und Margarinehersteller riefen daher die Bundesregierung zu einer Kehrtwende bei Biosprit auf. Die Regierung solle die Förderung der Produktion von Kraftstoffen aus Pflanzen einstellen, forderten die Verbände der drei Branchen in Berlin.

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Biosprit für drei Viertel der Teuerung verantwortlich

Die Lebensmittelversorgung müsse absolute Priorität haben, sagte der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Wolfgang Burgard. Laut einer Weltbank-Studie sei die Produktion von Agrarkraftstoffen für drei Viertel des starken Kostenanstiegs bei Nahrungsmitteln in den vergangenen Jahren verantwortlich. Durch den verstärkten Anbau von Pflanzen für Treibstoffe verringert sich die Anbaufläche für Nahrungsmittel, daher sinkt das Angebot an Getreide. Der Deutsche Brauer-Bund und der Zentralverband des Bäckerhandwerks halten weitere Preiserhöhungen für ihre Produkte in nächster Zeit für möglich.

Margarine bald ein Viertel teurer

Der Verband der Deutschen Margarineindustrie erwartet für die Verbraucher einen Preisaufschlag von bis zu 25 Prozent. Rapsöl ist der Hauptrohstoff von Margarine. Der Preis für einen 500-Gramm-Becher Marken-Margarine, der momentan bei 1,20 Euro liege, dürfte demnächst um 10 bis 30 Cent steigen, sagte Verbandspräsident Hubertus Rau. Seit dem Jahr 2000 hätten sich die Preise für die wichtigsten Öle und Fette fast verfünffacht. Bei Getreide und Pflanzenöl sei ein Drittel des Preisauftriebs auf die staatliche Förderung von Agrarrohstoffen zurückzuführen.

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Forderung an die EU-Kommission

Die drei Branchenverbände riefen die Bundesregierung auf, die Subventionen für Biokraftstoffe einzustellen. Von der EU-Kommission forderten sie, die Quote für die Beimischung von Biosprit in herkömmlichen Kraftstoff abzuschaffen. Die Äcker müssten dem Anbau von Lebensmitteln vorbehalten bleiben, nicht nur, um einen weiteren Preisauftrieb zu vermeiden, sondern auch, um die weltweite Lebensmittelversorgung nicht zu gefährden. Bäckerhandwerkspräsident Peter Becker sagte, die Weltbevölkerung steige jährlich um 80 Millionen Menschen. Deren Versorgung mit Nahrung müsse Priorität haben.

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