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Energiepolitik: IEA verlangt daher eine radikale Energiewende

Energiepolitik  

"Weltweite Energierevolution notwendig"

12.11.2008, 17:19 Uhr | oca, dapd , AFP , t-online.de

IEA: Ölpreis steigt auf 200 Dollar (Foto :Imago)IEA: Ölpreis steigt auf 200 Dollar (Foto: Imago) Wegen schwindender Ölreserven und einer drohenden Klimakatastrophe fordert die Internationale Energieagentur (IEA) eine weltweite Energierevolution. "Das globale Energiesystem steht am Scheideweg", heißt es im jüngsten Weltenergiebericht. Die derzeitige Art der Energienutzung könne auf Dauer nicht Bestand haben, weil sie sozial und wirtschaftlich keine Zukunft habe, heißt es in dem in London veröffentlichten Bericht.

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Mehr erneuerbare Energien notwendig

Die Experten der IEA, einer Organisation der 30 größten Industrieländer, verweisen vor allem auf die schwindenden Ölreserven, die den wachsenden Bedarf nicht auf Dauer und vor allem nicht preisgünstig decken könnten. Zudem wären katastrophale Folgen für das Weltklima zu befürchten, wenn die Energieversorgung nicht umgebaut werde. Nötig sei eine Abkehr von der auf fossile Brennstoffe gestützten Wirtschaft hin zu mehr erneuerbaren Energien. Als Schlüssel für den Umbau sehen die Experten zudem das Energiesparen.

 

IEA senkt Prognose für Energienachfrage

Die IEA senkte angesichts der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise zwar ihre Prognosen, erwartet aber, dass die Energienachfrage bis 2030 jährlich um durchschnittlich 1,6 Prozent steigt. Um diese zu befriedigen und um Engpässe zu verhindern, seien massive Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Wenn sich diese nun wegen der Finanzkrise verzögerten, könne das zu Versorgungsengpässen führen, die "die wirtschaftliche Erholung abwürgen", heißt es.

China und Indien treiben Nachfrage an

Angetrieben werde die Energienachfrage vor allem von China und Indien. Angesichts dieser Entwicklungen seien bis 2030 Investitionen in Höhe von 26,3 Billionen Dollar (20,7 Billionen Euro) notwendig, also mehr als eine Billion Dollar (800 Milliarden Euro) pro Jahr. Die derzeitige Situation sei zwar kritisch, sagte der Leiter der in Paris ansässigen IEA, Nobuo Tanaka. Langfristig gehe es aber darum, am Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung festzuhalten.



Ära der niedrigen Ölpreise ist vorbei

Wegen der wachsenden Nachfrage rechnet die IEA auch mit steigenden Ölpreisen. 2030 werde er bei rund 200 Dollar je Barrel liegen, heißt es in dem Bericht. Zwischen 2008 und 2015 wird ein Durchschnittspreis von 100 Dollar erwartet. "Die Zeit des billigen Öls ist vorbei".

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