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Ökohäuser sparen Energie und bares Geld

Nachhaltiges Bauen  

Ökohäuser sparen bares Geld

13.11.2008, 11:56 Uhr | cs, t-online.de, dpa, dpa-tmn

Mit dem richtigen Haus lässt sich mancher Euro sparen (Foto: imago)Mit dem richtigen Haus lässt sich mancher Euro sparen (Foto: imago) Ein Haus zu bauen, das bedeutet weit in die Zukunft blicken zu müssen. Denn neben der Hypothek belasten auch die stetig steigenden Energiekosten das Portemonnaie. Da bieten Ökohäuser eine clevere und umweltbewusste Lösung: Mit dem Bau energieoptimierter Zukunftshäuser lassen sich die Ausgaben für Strom, Heizung und Warmwasser ausbremsen und so das Risiko explodierender Energiekosten eingrenzen.

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Sparen mit cleverer Energieausnutzung

 Die Mehrinvestition in ein Energiesparhaus kann sich schon in wenigen Jahren rechnen. Heute sind nach Angaben des Bundesverbands der Verbraucherzentralen in Berlin Gebäude mit energetischen Standards wirtschaftlich realisierbar, die noch vor wenigen Jahrzehnten unrentable Forschungsobjekte waren. Bauteile, die beispielsweise noch 1991 für das erste Passivhaus in Deutschland einzeln als Prototypen angefertigt werden mussten, seien heute Serienprodukte.

 

Haus braucht keine Energie

 Bei optimaler Konstruktion kann ein Neubau fast ohne Energie für das Heizen auskommen. Auf dem Weg dorthin gibt es unterschiedliche energetische Qualitätsniveaus, die Namen wie Energiesparhaus, 3-Liter-Haus oder Passivhaus tragen. Doch Vorsicht: Längst nicht jedes vermeintliche energieeffiziente Traumhaus verdient die Bezeichnung Energiesparhaus wirklich. Manche Begriffe stammten aus der Feder von Werbestrategen - und sind demnach mit Vorsicht zu genießen.

Drei Liter Öl pro Quadratmeter

 "Hausbezeichnungen mit Literangaben beziehen sich in der Regel auf den Heizöl- oder Gasbedarf eines Hauses", sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Analog zu den Bezeichnungen beim Auto verbraucht beispielsweise ein Drei-Liter-Haus drei Liter Heizöl oder entsprechend Gas pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr.

Gesetzliche Bestimmungen

 Neben anbieterspezifischen Bezeichnungen gibt es Haus-Typen, deren Energiestandard klar festgelegt ist. Dazu gehören die Häuser nach den gesetzlichen Bestimmungen der Energieeinsparverordnung und Energiesparhäuser nach KfW-40- oder KfW-60-Standard. Hier wird die wärmetechnische Qualität eines Hauses mit einheitlichen Rechenverfahren ermittelt. Errechnet wird bei solchen Häusern der jährliche Bedarf an der sogenannten Primärenergie.

EnEV-Haus ist der Standard

Mindest-Baustandard in Deutschland ist das sogenannte EnEV-Haus nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Die EnEV legt fest, wie hoch der Energiebedarf von Neubauten sein darf und welche Mindeststandards bei Sanierungen eingehalten werden müssen. "Die EnEV soll durch eine Überarbeitung 2009 und 2012 jeweils zu Jahresbeginn verschärft werden", sagt Thomas Kwapich von der Deutschen Energie-Agentur (dena). Im Schnitt würden die Anforderungen für Neubauten und bestehende Gebäude 2009 um 30 Prozent verschärft.

Anforderungen werden weiter verschärft

2012 stehe eine weitere Verschärfung um nochmals 30 Prozent an. Ebenfalls von Januar 2009 an müssen Hausbesitzer bei Neubauten einen Teil ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien produzieren - also mit Solarwärmeanlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen. "Wer keine erneuerbaren Energien nutzen will, muss alternativ sein Haus deutlich besser dämmen, als es die Energieeinsparverordnung vorschreibt", sagt Jens Knissel vom Institut Wohnen und Umwelt in Darmstadt. Dadurch werde ein geringerer Energiebedarf erreicht. "Bauherren sollten die gesetzlichen Vorgaben möglichst unterschreiten und ein KfW-Energiesparhaus 40 bauen", rät Kwapich.

Jahresenergiebedarf entscheidend

 Hinter den Begriffen KfW-Energiesparhaus 60 oder KfW-Energiesparhaus 40 verbergen sich die Förderrichtlinien der KfW Förderbank. Solche Häuser haben einen Jahres-Primär-Energiebedarf von 60 beziehungsweise 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Für Passivhäuser liegt vom Passivhausinstitut in Darmstadt eine genaue Definition vor. Nach dieser hat ein Passivhaus einen sogenannten Jahresheizenergiebedarf pro Quadratmeter von höchstens 15 kWh. "Beim Bau eines Zukunftshauses sollten Bauherren - wenn es finanziell möglich ist - ein Passivhaus bauen", rät Knissel. Dieses Konzept sei technisch ausgereift und bereits weit verbreitet.

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