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Hausbau: Energieeinsparverordnung im Bauvertrag beachten

Hausbau  

Neue Energieeinsparverordnung im Bauvertrag beachten

09.03.2009, 17:09 Uhr | lgs, t-online.de, dpa-tmn

Wichtig: Ein Neubau muss bei Fertigstellung der Energie- einsparverordnung entsprechen. (Quelle: imago images)Wichtig: Ein Neubau muss bei Fertigstellung der Energie- einsparverordnung entsprechen. (Quelle: imago images) Bauherren können derzeit von niedrigen Zinsen und zahlreichen staatlichen Fördermöglichkeiten für energiesparendes Bauen profitieren. Für dieses Jahr ist aber eine Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) geplant - deshalb müssen Bauherren aufpassen, dass das Haus am Ende auch den künftig geltenden gesetzlichen Anforderungen entspricht, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin.


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Verträge lieber noch mal prüfen lassen

Probleme könne es vor allem bei schlüsselfertigen Häusern geben. Denn entsprechende Bauverträge enthielten oft die Klausel, dass die bei Vertragsabschluss gültige Energieeinsparverordnung gilt. Nur was im Bauvertrag und dem dazugehörigen Bauleistungsverzeichnis genau aufgelistet und festgelegt ist, das muss der Schlüsselfertiganbieter später auch liefern. Folglich muss der Hauskäufer auch alles, was im Vertrag fehlt, aber zu einem fertigen Haus, das auch die gesetzlichen Bauanforderungen erfüllt, dazu gehört, später zusätzlich beauftragen und natürlich auch extra bezahlen. Deshalb rät Eva Reinhold-Postina von der Pressestelle des VPB allen Bauherren: "Bevor man einen Vertrag unterzeichnet, sollte man diesen auf jeden Fall vorher von einem Experten prüfen lassen, damit später kein böses Erwachen folgt."



Probleme vorprogrammiert

"Angesichts des jüngsten Gesetzes erwarten wir neue Probleme beim Bauen. Zahlreiche Bauherren werden wieder nicht den Energiestandard bekommen, der vorgeschrieben ist und den sie teuer bezahlen", so Thomas Penningh, Architekt und Vorsitzender des VPB. "Das EEWärmeG regelt zwar, welche regenerativen Energien und in welchem Umfang sie eingesetzt werden müssen, aber wer garantiert für die Qualität bei der Planung und auf der Baustelle?" Durch die zusätzlichen Energiesparmaßnahmen verteuere sich der Bau im Nachhinein - ein Streit über Nachzahlungen sei programmiert.


Es gilt immer die aktuelle Energieeinsparverordnung

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, den Hauskäufer beachten müssen: In vielen Bauverträgen findet sich der Passus, es gelte „die bei Vertragabschluss gültige Energieeinsparverordnung“. Das kann tückisch für den Bauherren werden: Verzögert sich nämlich der Baubeginn und tritt nach Vertragsschluss - aber noch vor Stellung des Bauantrags oder dem Eingang der Bauanzeige bei der zuständigen Behörde - die neue Energieeinsparverordnung in Kraft, dann muss der Neubau auch der novellierten Verordnung entsprechen. Stichtag ist immer der Tag, an dem Bauantrag oder Bauanzeige gestellt werden. Die dann gegenüber der ursprünglichen Planung nötigen zusätzlichen Energiesparmaßnahmen verteuern den Neubau im Nachhinein, was in der Regel zum Streit darüber führt, wer die Kosten dafür trägt – Käufer oder Bauunternehmer. Käufer schlüsselfertiger Häuser sollten deshalb im Bauvertrag festschreiben lassen, dass die Ausführung nach den Regeln der geltenden Energieeinsparverordnung geschuldet wird. Das schütze vor Auseinandersetzungen über Nachzahlungen.



"Bauherren bekommen meist nicht, wofür sie bezahlen"

Der VPB, 1976 gegründet und Deutschlands ältester Verbraucherschutzverband im Bereich des privaten Bauens, hat in den vergangenen Jahren immer wieder die Qualität von Neubauten untersucht. "Die Bilanz war stets niederschmetternd", resümiert Thomas Penningh. "Regelmäßig stellen wird fest: Der Bauherr bekommt meist nicht, wofür er bezahlt. Das befürchten wir nun auch beim neuen EEWärmeG."

Hinweis der Redaktion:
In einer früheren Version des Artikels wurden einige Informationen verkürzt dargestellt. Das wurde nun korrigiert.


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