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Greenpeace warnt vor Mogelpackung Ökostrom

Erneuerbare Energien  

Greenpeace warnt vor Mogelpackung Ökostrom

14.04.2009, 11:43 Uhr | cs, dpa, t-online.de

Greenpeace: Konzerne täuschen Verbraucher beim ÖkostromGreenpeace: Konzerne täuschen Verbraucher beim Ökostrom (Quelle: ddp) Die Umweltorganisation Greenpeace hat vor Mogelpackungen beim Ökostrom gewarnt. Konzerne bieten unter diesem Namen demnach zahlreiche Produkte an, die das Prädikat nicht verdienen. Atom- und Kohlestrom werde durch einen Trick als Ökostrom umdeklariert. Das sei das Ergebnis einer im Auftrag von Greenpeace erstellten Studie des Energiewissenschaftlers Uwe Leprich von der Hochschule Saarbrücken.

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Handel mit Herkunftsnachweisen

Viele Ökostrom-Geschäftsmodelle der Energiekonzerne basierten lediglich auf dem Handel mit Herkunftsnachweisen. Dabei kauft ein Stromunternehmen zum Beispiel in Skandinavien billige Zertifikate für Ökostrom aus Wasserkraft, nicht jedoch den Strom selbst. In Deutschland werde dann der konventionelle Strom mit Hilfe dieser Zertifikate zu Ökostrom umdeklariert. Damit umgehen die Stromanbieter den Bau von teuren Ökostrom-Kraftwerken, profitieren aber von der steigenden Nachfrage nach Ökostrom. Für den Schutz des Klimas tragen sie mit diesen Ökostromangeboten allerdings selbst nichts bei.

Greenwashing der Konzerne

"Viele Energiekonzerne betreiben nichts anderes als Greenwashing", sagt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace. "Wenn ganze Städte, so wie es in Kassel, Friedrichshafen und Saarbrücken der Fall war, ohne Aufpreis über Nacht auf Ökostrom umstellen, sollten die Kunden stutzig werden. Jedem muss bewusst sein, dass es Ökostrom nicht zum Nulltarif gibt. Schließlich ist er mit zusätzlichen Investitionen in umweltfreundliche Kraftwerke verbunden."

Kriterien für echten Ökostrom gefordert

Die Studie empfiehlt die Einführung eines einheitlichen Labels für Öko-Stromprodukte. Das heutige Nebeneinander verschiedener Zertifikate sei zu verwirrend. Zudem schlagen die Umweltschützer zwei zentrale Kriterien für echten Ökostrom vor. Das sind zum einen die Investitionen des Stromanbieters in neue Öko-Kraftwerke und zum anderen detaillierte Informationen über die tatsächliche Herkunft des Stroms.

Anbieter unter die Lupe nehmen

Da es noch kein einheitliches Label für Ökostrom gibt, sollten Ökostromkunden ihren Anbieter genau prüfen. "Es gibt mittlerweile sehr viele Trittbrettfahrer auf dem Strommarkt. Besonders dreist versucht der Energiekonzern RWE, seine Kunden hinters Licht zu führen", so Böhling. RWE wirbt in einer groß angelegten Kampagne für einen so genannten "Pro Klima"-Tarif, bei dem Atomstrom als Öko-Strom angepriesen wird. "Wer glaubt, Atomstrom sei ökologisch, ist auf die gezielte Kampagne der Atomlobby reingefallen." Allerdings gebe es auch ein Reihe von Anbietern, so Greenpeace, die bereits guten Ökostrom anbieten. Diese Konzerne lenkten ihre Anstrengungen auf den Ausbau umweltfreundlicher Kraftwerke und wenden sich ab von Kohle- und Atomkraftwerken. Ein Beispiel hierfür sei die Initiative "Atomausstieg selber machen".

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