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Bürger hamstern vor Verbot Glühbirnen

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Bürger hamstern vor Verbot Glühbirnen

04.05.2009, 01:17 Uhr | mmr, dapd, dpa, t-online.de

Herkömmliche Glühlampen plötzlich begehrt (Foto: dpa)Herkömmliche Glühlampen plötzlich begehrt (Foto: dpa) Von wegen nur noch umweltfreundliche Energiesparlampen. Die Bundesbürger reagieren offenbar mit Hamsterkäufen auf das ab dem 1. September geltende EU-weite Handelsverbot von 100-Watt-Glühbirnen und allen Mattglas-Glühbirnen. Wie die "WirtschaftsWoche" berichtet, hat sich beim Baumarkt-Riesen Praktiker laut Firmensprecher Harald Günter der Umsatz mit 100-Watt-Birnen in den ersten vier Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppelt. Auch bei anderen Glühbirnentypen registriere seine Kette Umsatzzuwächse. "Das spricht dafür, dass die Leute anfangen, sich einzudecken - das dürfte noch deutlicher werden, je näher das Verbot rückt."

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Starker Zuwachs bei Glühbirnen-Umsätzen

Konkurrent Hornbach meldete, dass über alle gelisteten Glühbirnentypen hinweg der Umsatz im ersten Quartal im deutlich zweistelligen Prozentbereich gewachsen sei. Bei 100-Watt-Birnen betrage der Zuwachs sogar 50 Prozent. Auch aus der Deutschland-Zentrale des Möbelhändlers Ikea hieß es, vielerorts kauften Kunden Glühbirnen auf Vorrat. Selbst in kleineren Lampenfachgeschäften steigt die Nachfrage.

 

Unbegrenzt lange lagerbar

Die Glühbirnen-Hersteller zeigen sich überrascht vom plötzlichen Boom. Osram habe bei 100-Watt-Birnen einen Rückgang erwartet, doch die Nachfrage aus dem Handel sei unverändert hoch, sagte Unternehmenssprecher Till Moor. "Wir passen nun die Fertigung an die Nachfrage an und fahren sie nicht wie geplant zurück." Laut Osram sind Glühbirnen unbegrenzt lange lagerbar. Viele Händler würden bis zum 1. September erheblich ordern, denn ihre Bestände dürfen sie auch nach dem Stichtag noch verkaufen, hieß es beim Bundesverband Technik.


EU will herkömmliche Glühbirnen aussterben lassen

Die EU-Kommission und die 27 Mitgliedstaaten hatten im Dezember 2008 beschlossen, als Beitrag zum Klimaschutz herkömmliche Glühbirnen allmählich durch Energiespar- und Halogenlampen zu ersetzen. Am 1. September sollen zunächst 100-Watt-Birnen vom Markt verschwinden, ein Jahr später dann Glühbirnen mit einer Leistung von 75 Watt, am 1. September 2011 dann 60-Watt-Birnen. Ab 1. September 2012 soll es auf dem europäischen Markt gar keine herkömmlichen Glühbirnen mehr geben. Dadurch lassen sich nach Berechnungen der EU-Kommission jährlich 15 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) einsparen.

EU erhofft sich Rückgang des CO2-Ausstoßes

Hintergrund der EU-Verordnung ist, dass ein Großteil des von Glühbirnen verbrauchten Stroms in Form von Wärme verpufft. Nur fünf Prozent werden in Licht umgesetzt - bei Energiesparlampen sind es bis zu 25 Prozent. Nach Angaben der EU-Kommission verbrauchen diese deshalb zwischen 65 und 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Mit Halogenlampen lasse sich immerhin eine Einsparung von 25 Prozent erzielen. EU-weit könne mit dem Austausch von Glühbirnen gegen Energiesparlampen der Stromverbrauch von 23 Millionen Haushalten eingespart werden. Dies werde den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) jährlich um 32 Millionen Tonnen vermindern.


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