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Nordsee bekommt ersten kommerziellen Windpark

Windkraft  

Nordsee bekommt ersten kommerziellen Windpark

11.08.2009, 12:50 Uhr | bv, dpa, t-online.de

"Bard Offshore 1" als Computergrafik (Foto: BARD-Gruppe)"Bard Offshore 1" als Computergrafik (Foto: BARD-Gruppe) Der Bau des ersten deutschen kommerziellen Offshore-Windparks "Bard Offshore 1" soll im September mit dem Setzen der ersten Fundamente in der Nordsee beginnen. Derzeit laufen die letzten Tests für das kürzlich getaufte Errichterschiff. Noch in diesem Herbst solle der erste von Bard auf See erzeugte Strom ans Festland fließen, sagte Geschäftsführer Heiko Roß von der Bard Holding GmbH mit Sitz in Emden und Bremen. "Es nimmt alles viel Zeit in Anspruch, aber ich denke, dass wir unsere Ziele sauber erreichen", sagte Roß. Bard will bis zum Jahresende acht von insgesamt 80 Windrädern der 5-Megawatt-Klasse rund 100 Kilometer nordwestlich von Borkum errichten.

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Tonnenschwere Anlage im Meer

Die Windkraftanlagen werden vom Errichterschiff "Wind Lift I" gebaut. Es sucht sich anhand von GPS-Daten den richtigen Standort im Meer und stützt sich dann mit vier bis zu 71 Meter langen Stelzen auf dem Meeresboden ab. Jedes Windrad steht auf drei Fundamenten, die vom Schiff aus in den Meeresboden gerammt werden. Auf die Fundamente wird ein rund 450 Tonnen schweres Stützkreuz aufgesetzt, das wiederum die Basis für den Turm ist, auf dem die Gondel mit dem Rotorstern sitzt, der 122 Meter Durchmesser hat.

Zu wenig Errichterschiffe

"Auch wenn sich die Fertigstellung von 'Bard Offshore 1' durch schlechtes Wetter bis ins Jahr 2011 verschiebt, wird Bard die ersten Anlagen des Folgeprojektes 'Veja Mate' 2011 errichten", sagte Roß. Szenarien zur Errichtung der Kraftwerke würden derzeit geprüft. Ein Engpass für weitere Projekte stellten die Errichterschiffe dar, von denen es derzeit noch zu wenig gebe. Es liefen allerdings deutliche Aktivitäten der Bundesregierung, die Finanzierung derartiger Schiffe über Konjunkturprogramme sicherzustellen. "Das wäre auch ein Riesenvorteil für die Werften, die im Moment nicht mehr so viel Arbeit haben."


Auf Ausweitung der Produktion vorbereitet

Für die Zukunft ist Bard wegen der steigenden Nachfrage nach Offshore-Strom auf eine Ausweitung der Produktionskapazitäten vorbereitet. Derzeit seien Finanzierungszusagen von Offshore-Windparks zwar noch von der vorherigen Bereitstellung der Netzanschlüsse abhängig. "Das ist ein Handicap, wird aber derzeit intensiv diskutiert", sagte Roß. Bei einer Einigung habe die Offshore-Windkraft exzellente Entwicklungsperspektiven. Bei Bard sei unter günstigen Voraussetzungen eine Verdoppelung der Mitarbeiterzahl um mindestens weitere 1000 in Niedersachsen und Bremen vorstellbar.

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