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Europäische Solarindustrie kaum mehr konkurrenzfähig

Erneuerbare Energien  

Europäische Solarindustrie kaum noch wettbewerbsfähig

11.09.2009, 11:35 Uhr | mash, t-online.de

Q-Cells verlagert Produktionsstätten von Deutschland ins Ausland (Foto: dpa)Q-Cells verlagert Produktionsstätten von Deutschland ins Ausland (Foto: dpa) Die europäische Solarindustrie und damit auch die deutschen Hersteller sind gegenüber der chinesischen Konkurrenz kaum noch wettbewerbsfähig. Eine nichtöffentliche Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die der "Berliner Zeitung" vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass chinesische Produzenten sich enorme Kosten- und Effizienzvorteile erarbeitet haben.

Chinesen produzieren zum halben Preis

Den Kostenvorteil für alle Fertigungsschritte vom bearbeiteten Silizium bis zum fertigen Solarmodul taxiert die LBBW-Studie auf 44 Prozent. Die chinesischen Top-Firmen können ihre Arbeitsschritte im Vergleich zu den besten europäischen Herstellern also nahezu zum halben Preis durchführen. „Der immense Preisverfall im Modulsektor scheint den europäischen Solarherstellern keine Krume mehr übrig zu lassen“, schreiben die LBBW-Analysten.

Produktion ist billiger aufgrund besserer Technik

Besonders dramatisch ist, dass die Kostenvorteile der Chinesen nur zu einem Teil aus niedrigeren Lohnkosten resultieren – denn die spielen in der Solarbranche eine eher untergeordnete Rolle. Die chinesischen Hersteller lassen die Europäer vor allem technisch weit hinter sich. So arbeiteten diese „mit höheren Produktionsausbeuten (...) als selbst ausgezeichnete westliche Produzenten“.

Preisdumping wahrscheinlich

Die LBBW-Fachleute erwarten, dass die chinesischen Firmen ihren Marktanteil nun schnell ausbauen – auch auf Kosten des Profits. Das werde einen „vernichtenden“ Druck auf die Gewinnmargen der Europäer entfachen. Wer überleben will, muss laut LBBW die Produktivität deutlich steigern und mit Innovationen punkten. Und, die dritte Maßnahme: „Die Auslagerung von Produktionsstätten in Billiglohnländer.“ So wie Q-Cells, die „einen Großteil ihrer Kapazität in Deutschland offensichtlich ersatzlos stilllegt – dafür aber das Werk in Malaysia aufbaut und in China fremdfertigen lässt.“

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