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Neue Regierung will Solarförderung kappen

Solarenergie  

Neue Regierung will Solarförderung kappen

01.10.2009, 15:06 Uhr | CS, dpa-AFX, t-online.de

Die neue Regierung will die Solarförderung kürzen (Foto: ddp)Die neue Regierung will die Solarförderung kürzen (Foto: ddp) Die deutsche Solarbranche zittert: Energieexperten aus Union und FDP wollen Solar-Subventionen deutlich zurückfahren. Das soll Verbraucher entlasten, denn die garantierte Einspeisevergütung für Solarstrom treibt den Preis für Energie in die Höhe. Doch für die Solarkonzerne würde das milliardenschwere Einschnitte bedeuten. Die Meldung schickte die deutschen Solarwerte an das TecDAX-Ende.

Solarsubvention konsequent abbauen

Besonders Papiere von Phoenix Solar stürzten in Reaktion auf die Ankündung ab. Führende Energiepolitiker von CDU/CSU und FDP hatten im "Handelsblatt" eine Kehrtwende in der Energiepolitik der Bundesregierung gefordert. "Wir haben die Pflicht, die Verbraucher zu entlasten. Das steht für uns ganz oben auf der Tagesordnung", sagte die energiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Gudrun Kopp. Die Förderung des Solarstroms müsse mit "deutlich mehr Augenmaß" erfolgen.

Solarwerte weiter unter Druck

Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur Dena, forderte im Gespräch mit der "Berliner Zeitung", die Subventionen für die Solarbranche sollten um ein Drittel gesenkt werden. "Gespräche über Subventionssenkungen sind zwar nicht neu", kommentierte ein Händler. Dennoch dürften die erneuten Gespräche darüber den Aktien nicht wirklich helfen, selbst wenn viele der Werte bereits ihre Bodenbildung beendet haben. Und so ließen auch weitere Schwergewichte im Solarsektor wie Q-Cells, Solarworld und Conergy Federn.

Solarworld-Chef fordert ebenfalls Senkung

Dabei forderte Solarworld-Chef Frank Asbeck vor kurzem in der "Financial Times Deutschland" ebenfalls eine Senkung der Solarsubventionen. Man solle vorhandene Spielräume nutzen, um die Vergütungen für den Solarstrom weiter zu reduzieren. Denn die Preise für Solaranlagen seien stark gefallen, was sich auch in der Vergütung niederschlagen sollte. Allerdings sehen seine Branchenkollegen vom Bundesverband der Solarwirtschaft den Spielraum für Einschnitte weitaus geringer. Denn der Preisrutsch bei Solaranlagen resultiere aus der schwachen Konjunktur und einem Überangebot und sei deshalb nicht gleichzusetzen mit günstigeren Herstellungskosten.

Bis zu 43 Cent pro Kilowattstunde garantiert

Zur Zeit wird der Solarstrom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert. Dabei erhalten die Betreiber von Photovoltaikanlagen für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom eine für 20 Jahre festgelegte Vergütung. So gibt es für Anlagen, die in diesem Jahr in Betrieb gehen, eine Vergütung zwischen knapp 32 und 43 Cent je Kilowattstunde. Das entspricht dem Fünf- bis Siebenfachen des Börsenpreises für herkömmlichen Strom und macht Solarenergie zum teuersten Ökostrom. Nach der derzeitigen Regelung sinkt die Vergütung pro Jahr um acht Prozent. Das ist FDP und Union zu wenig. Grundsätzlich wollen die künftigen Koalitionsparteien am aber EEG festhalten und stellen auch die Förderung von bestehenden Anlagen nicht infrage.

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