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Industrie: Windkraft hat mehr Potenzial als Schiffbau

Energie  

Experte: Windkraft hat mehr Potenzial als Schiffbau

19.10.2009, 10:57 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

Industrie: Windkraft hat mehr Potenzial als Schiffbau.

Windkraft gewinnt immer mehr an Zustimmung. (Foto: dpa)

Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro bis 2030 wird sich die Windkraftindustrie nach Expertenmeinung zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren im Norden entwickeln. "Bereits heute sind in der Windindustrie mehr Beschäftigte zu finden als im Schiffbau und der maritimen Industrie", sagte der Leiter des neuen Bremerhavener Fraunhofer-Institutes für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), Hans-Gerd Busmann, im Gespräch mit der dpa. Allerdings müsse es gelingen, Nordwestdeutschland als wettbewerbsfähigen Verbund in Sachen Windkraft auszubauen.

"Etwas Großes entsteht"

Sowohl der Bau von Windkraftanlagen für den Landbetrieb als auch die Vorbereitungen für die Hochsee-Nutzung der Windenergie haben laut Busmann eine gewaltige Entwicklung ausgelöst. "Wer heute die Küste von Emden bis Husum betrachtet, kann nicht anders als überzeugt sein, dass hier etwas Großes entsteht", sagte Busmann.

Jeder Standort ist wichtig

Während manche Politiker immer noch von einem Standortwettlauf um die Windindustrie zwischen den großen Hafen- und Industriestädten an der Küste sprechen, hält Busmann keinen der Standorte für verzichtbar. "Wenn die 5000 vor unserer Küste geplanten Anlagen und die entsprechende Infrastruktur mehrheitlich von Deutschland aus realisiert werden sollen, sind alle drei Standorte an Weser, Ems und Elbe erforderlich", sagte der Institutsleiter.

"Wirtschaftscluster Windkraft"

Allerdings warnt Busmann davor, die Konkurrenz im Ausland zu unterschätzen. "Ein Unternehmen hat gerade von Dänemark aus einen kompletten Windpark quer über die Nordsee vor Großbritannien installiert", führt er als Beispiel an. Um sich gegen die leistungsfähigen Wettbewerber im Ausland behaupten zu können, ist Busmann Verfechter einer Bündelung der Kräfte von Industrie und Forschung in einem "Wirtschaftscluster Windkraft", das ganz Nordwestdeutschland umschließt.

Anlagen sollen noch effizienter arbeiten

Sein eigenes Institut sieht Busmann als Beispiel für eine sinnvolle Vernetzung in der Region. Das IWES ist durch die Zusammenlegung des Fraunhofer-Zentrums für Windenergie und Meerestechnik CWMT in Bremerhaven und dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik in Kassel entstanden. Die Forschungsaufgaben sieht Busmann vor allem in einer Optimierung der Anlagen: "Höhere Kosteneffizienz und eine sichere Stromversorgung durch verbesserte Windenergieanlagen und Energiesystemtechnologien zählen zu den wichtigsten Forschungsaufgaben der nächsten Jahre." Grundsätzlich sei die Windkraft längst etabliert: "Die Industrie hat ihre Hausaufgaben gemacht. Windkraftanlagen haben heute eine höhere technische Verfügbarkeit als herkömmliche Kraftwerkstechnologie", versichert Busmann.

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