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Biogas: Bauern wollen aus Kuhmist Energie gewinnen

Bio-Strom  

Clevere Bauern wollen Mist in Geld verwandeln

21.12.2009, 12:00 Uhr | CS mit AP, dapd, t-online.de

US-Bauern wollen ihre Kühe zur Energiegewinnung nutzen und gleichzeitig das Klima schonen (Foto: imago)US-Bauern wollen ihre Kühe zur Energiegewinnung nutzen und gleichzeitig das Klima schonen (Foto: imago) Klimaschutz boomt. Nun sollen auch die Kühe in den USA ihren Beitrag für eine saubere Umwelt leisten und weniger schädliche Gase freisetzen. So will der US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack die Kuh-Emissionen bis zum Jahr 2020 um ein Viertel reduzieren. Ermöglichen sollen das die Farmer, indem sie das Methan ihrer Kühe auffangen, statt es in die Atmosphäre entweichen zu lassen. Im Klartext heißt das: Der Stallmist wird zu Energie verarbeitet, dafür gibt es Emissionszertifikate, die dann gewinnbringend weiterverkauft werden können.

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Historische und einzigartige Vereinbarung

Vilsack lobte auf dem UN-Klima-Gipfel in Kopenhagen die Einigung mit den amerikanischen Milchbauern: "Diese historische und einzigartige Vereinbarung wird uns dabei helfen, unser hochgestecktes Ziel zu erreichen: Wir werden den Ausstoß klimaschädlicher Gase senken und gleichzeitig den Farmern helfen." Die technologische Verwertung des Kuhmistes werde ein Gewinn für alle.



Klimasünder Viehwirtschaft

Methan ist das zweitwichtigste Treibhausgas nach Kohlendioxid. Gleichzeitig ist es mehr als 20-fach so klimaschädlich wie CO2. Deshalb rückt der Klimasünder Landwirtschaft auch in den USA stärker ins Bewusstsein: Für immerhin sieben Prozent der CO2-Emissionen sind Farmen und ihre Viehwirtschaft verantwortlich - und das soll sich nach dem Willen des Landwirtschaftsministers nun ändern.

Mehr Biokonverter sollen her

Konkret sieht der Plan vor, dass mehr Landwirte einen Biokonverter installieren, der Kuhmist in Elektrizität verwandelt. Bisher nutzen nur zwei Prozent der US-Landwirte diese Technologie. Vor allem kleinen Familienbetriebe sind die Kosten für solch eine Anlage oft zu hoch. In den USA gibt es 60.000 Milch-Farmen mit insgesamt neun Millionen Kühen. Allerdings stehen rund vier von fünf Milchkühen in eher kleinen Betrieben mit weniger als 100 Tieren. Richtig interessant dürften Biokonverter wohl nur für größere Betriebe sein, vermutet ein Bauernverband.



Umdenken bei den Farmern

Nun will Vilsack den Farmen die Teilnahme an dem Programm mit Hilfe von Emissionszertifikaten schmackhaft machen. Mit diesen könnten die Bauern dann auf freiwilligen "Treibhausgas-Märkten" handeln - und Geld verdienen. Ziel ist aber ein staatliches Handelssystem, das später einmal installiert werden soll.

Mit Mist Geld verdienen

Die Möglichkeit, mit Mist Geld zu verdienen, könnte mehr Bauern zum Mitmachen bewegen, meint auch Fred Yoder, Bauernfunktionär aus Ohio. Außerdem stellten immer mehr Kollegen fest, dass sie das Thema Treibhausgas-Emissionen nicht mehr länger ignorieren könnten: "Lange haben sie die Notwendigkeit nicht gesehen. Aber jetzt erkennen immer mehr Farmer, dass der Trend in Richtung Minderung von Emissionen geht. Wir wollen jedenfalls mit anpacken."

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