Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie >

Doch kein Zwang zur Sanierung von Gebäuden

Energiekonzept  

Doch kein Zwang zur Sanierung von Gebäuden

29.09.2010, 11:53 Uhr | AFP, AFP, t-online.de

Doch kein Zwang zur Sanierung von Gebäuden. Klimaschutz: Experten fordern deutlich mehr Fördermittel bei der Sanierung von Gebäuden (Foto: imago)

Klimaschutz: Experten fordern deutlich mehr Fördermittel bei der Sanierung von Gebäuden (Foto: imago)

Bei der klimafreundlichen Sanierung von Gebäuden setzt die Bundesregierung weiter auf die freiwillige Initiative von Bauherren und Eigenheim-Besitzern. Wie aus dem beschlossenen Energiekonzept hervorgeht, soll es entgegen ursprünglicher Planungen keinen Zwang zur Sanierung von Altbauten mit hohem Energieverbrauch geben. Kritik daran übten Verbraucherschützer.

"Es wird kein Zwang ausgeübt auf die Gebäudeeigentümer", sagte Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) bei der Vorstellung der Pläne. "Wir wollen die Sanierung erreichen durch finanzielle Anreize." Noch in einem ersten Entwurf des Energiekonzepts von Anfang September war von einem steuerlichen Malus für jene Immobilienbesitzer die Rede, die staatlich vorgegebene Sanierungsvorgaben nicht erfüllen.

500 Millionen Euro mehr für die Sanierung

Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2050 die deutschen Gebäude annähernd klimaneutral machen. Das heißt, dass die Gebäude hierzulande nur noch wenig Energie für die Heizung verbrauchen, und diese Energie aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Dieses Ziel soll nun durch eine höhere Förderung als bislang geplant geschehen.

Ab dem kommenden Jahr sollten zehn Jahre lang jeweils 500 Millionen Euro zusätzlich für die Sanierung und den Neubau sparsamer Gebäude zur Verfügung stehen, kündigte Ramsauer an. Damit gäbe es pro Jahr rund eine Milliarde Euro in dem Topf. Das ist deutlich weniger, als etwa im vergangenen und in diesem Jahr abgerufen wurde.

Regierung hält an Energieziel 2050 fest

Schon seit 2006 wird die Energiesanierung von Gebäuden gefördert. Dies geschieht vor allem durch die Gewährung günstiger Kredite über die Staatsbank KfW. Auch das sogenannte Marktanreizprogramm für die Nutzung erneuerbarer Energien bei der Heizung soll verlängert werden. Wie viel Geld für diese zweite wichtige Säule der Gebäudesanierung fließen soll, ist nun wieder unklar.

Bisher wird die Sanierung von Altbauten und der Neubau gefördert. Künftig sollen auch Bauherren in die Förderung einbezogen werden, die ihr altes Haus abreißen und neue Gebäude bauen, weil sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Die Bundesregierung hält an dem Ziel fest, bis 2050 jährlich zwei Prozent der Gebäude hierzulande zu sanieren statt bisher ein Prozent.

Verbände kritisieren Bundesregierung

Nach Einschätzung von Verbraucherschützern werden die von der Regierung geplanten Ausgaben für die klimapolitisch notwendige Sanierung nicht reichen. "Es gibt zu wenig Mittel. Damit läuft das nicht schnell genug", sagte der Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Holger Krawinkel, der Nachrichtenagentur AFP. Anstatt von einer Milliarde Euro seien fünf Milliarden Euro notwendig.

Der Deutsche Mieterbund (DMB) kritisierte, die von der Regierung kürzlich noch geplante Modernisierungsoffensive sei nun wieder "abgesagt". "Außer unverbindlichen Zielvorgaben ändert sich bei der energetischen Gebäudesanierung nichts", erklärte DMB-Präsident Franz-Georg Rips. Er kritisierte, die Bundesregierung habe "kein Konzept und keinen Plan", wie sie ihre selbst formulierten Ziele erreichen könne.

Die Hausbesitzer-Vereinigung Haus & Grund begrüßte hingegen, dass die Pflicht zur Sanierung gekippt wurde. "Der Einsatz von Bauminister Ramsauer sowie der Fachpolitiker aus den Koalitionsfraktionen für die Eigentumsfreiheit hat sich gelohnt", erklärte Verbandschef Rolf Kornemann.

Kostenfrage - In diesen Tagen lohnt der Heizöl-Kauf

t-online.de Shop Energiesparen mit diesen Elektrogeräten

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Jobsuche

Anzeige
 

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe