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Energieverbrauch: Angela Merkel prophezeit steigende Mieten

Angela Merkel prophezeit Deutschen steigende Mieten

29.10.2010, 09:31 Uhr | cs mit AFP, dpa, dpa, AFP, t-online.de

Energieverbrauch: Angela Merkel prophezeit steigende Mieten. Angela Merkel will den Energieverbrauch deutscher Gebäude durch Energiesanierung auf null senken (Foto: dpa)

Angela Merkel will den Energieverbrauch deutscher Gebäude durch Energiesanierung auf null senken (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die Bundesregierung setzt auf klimafreundliches Bauen - doch das kostet. Während zunächst alle Immobilienbesitzer per Zwang zur Sanierung verdonnert werden sollten, ruderte Berlin mittlerweile zurück und setzt auf die freiwillige Initiative von Bauherren und Eigenheim-Besitzern. Doch nun schockte Kanzlerin Angela Merkel Millionen Mieter mit der Aussicht auf Mieterhöhungen. Denn Hauseigentümer sollen künftig einen größeren Teil der Kosten für eine bessere Wärmedämmung der Gebäude an Mieter weitergeben dürfen, sagte Merkel der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Dies sei für einen besseren Klimaschutz unabdingbar. Steigende Mieten wären damit vorprogrammiert.

Mieten werden steigen müssen

Die Maßnahmen der Bundesregierung werden die Mieten in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich steigen lassen. "Das findet natürlich auf den ersten Blick nicht jeder gut, aber es ist doch verständlich, dass sich solch eine Investition in die Zukunft sowohl für den Vermieter als auch für den Mieter lohnen muss", sagte Merkel. Heute verwies die Kanzlerin in Berlin auch darauf, dass es bei der geplanten Gebäudesanierungs-Offensive eine faire Lastenverteilung geben soll. "Es geht nicht darum, irgendwelche Preise in die Höhe zu treiben". Zugleich gehe es darum, "dass klar wird, dass der Mieter, dadurch, dass er weniger Energiekosten hat, auch insgesamt eine geringere Warmmiete hat". Es müsse eine Balance geschaffen werden zwischen den Investitionen der Eigentümer und den Vorteilen für die Mieter, die sie aus der energetischen Sanierung zu ziehen.

Kein Zwang zur Sanierung

Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" verteidigte die Kanzlerin auch das Energiekonzept, das neben der klimazuträglichen Sanierung des deutschen Immobilienbestands unter anderem auch längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke vorsieht. Doch es gibt erste Korrekturen an dem Energiekonzept. Anders als ursprünglich geplant soll es keinen Zwang zur Sanierung von Altbauten mit hohem Energieverbrauch geben. "Es wird kein Zwang ausgeübt auf die Gebäudeeigentümer", sagte Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) bei der Vorstellung der Pläne. "Wir wollen die Sanierung erreichen durch finanzielle Anreize." Noch in einem ersten Entwurf des Energiekonzepts von Anfang September war von einem steuerlichen Malus für jene Immobilienbesitzer die Rede, die staatlich vorgegebene Sanierungsvorgaben nicht erfüllen.

Eine Milliarde Euro für die Sanierung

Ziel des ambitionierten Sanierungskonzeptes ist es, Deutschlands Gebäude bis 2050 annähernd klimaneutral zu machen. Das heißt, dass die Gebäude hierzulande nur noch wenig Energie für die Heizung verbrauchen, und diese Energie aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Um dieses Ziel zu erreichen, will die Bundesregierung jährlich die Sanierung der Gebäude finanziell unterstützen. Ab dem kommenden Jahr sollten zehn Jahre lang jeweils 500 Millionen Euro zusätzlich für die Sanierung und den Neubau sparsamer Gebäude zur Verfügung stehen, kündigte Ramsauer an. Damit gäbe es pro Jahr rund eine Milliarde Euro. Doch das wird wohl nicht reichen, da etwa im vergangenen und in diesem Jahr deutlich höhere Summen zur Energiesanierung abgerufen wurden.

Seit 2006 wird die Energiesanierung von Gebäuden gefördert. Dies geschieht vor allem durch die Gewährung günstiger Kredite über die Staatsbank KfW. Auch das sogenannte Marktanreizprogramm für die Nutzung erneuerbarer Energien bei der Heizung soll verlängert werden. Wie viel Geld für diese zweite wichtige Säule der Gebäudesanierung fließen soll, ist unklar. Bisher wird die Sanierung von Altbauten und der Neubau gefördert. Künftig sollen auch Bauherren in die Förderung einbezogen werden, die ihr altes Haus abreißen und neue Gebäude bauen, weil sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Die Bundesregierung hält an dem Ziel fest, bis 2050 jährlich zwei Prozent der Gebäude hierzulande zu sanieren statt bisher ein Prozent.

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