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Heizöl: Sparchancen beim Heizölkauf nutzen

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Sparchancen beim Heizölkauf nutzen

25.10.2010, 14:45 Uhr | dapd, dapd

Heizöl: Sparchancen beim Heizölkauf nutzen. In Zeiten schwankender Ölpreise wird der Heizölkauf zum Glücksspiel (Foto: imago)

In Zeiten schwankender Ölpreise wird der Heizölkauf zum Glücksspiel (Foto: imago)

Pünktlich zur Heizsaison müssen Hausbesitzer wieder tief in die Tasche greifen. Die Brennstoffkosten haben sich bereits auf Hochpreisniveau eingependelt. Und es wird immer schwieriger, einen günstigen Zeitpunkt zum Kauf von Heizöl zu erwischen. Dennoch bieten sich dem Verbraucher einige Chancen, Geld zu sparen. Dabei spielen auch neue Sorten eine wichtige Rolle.

Ein Liter Standardheizöl kostet momentan gut 68 bis 70 Cent, je nach Anbieter und bei Abnahme von 3000 Litern. Wer einen fast leeren Öltank im Keller hat und jetzt dringend nachkaufen muss, braucht gar nicht erst auf sinkende Ölpreise zu warten. Billiger werde es diesen Winter wohl nicht mehr, sagt Bernd Hofmann, Landesgeschäftsführer des bayerischen Brennstoff- und Mineralölhandels. Freuen darf sich dagegen, wer vor genau einem Jahr nachgefüllt hat - ausgerechnet zu Beginn der kalten Jahreszeit, in der die Preise eigentlich eher nach oben zeigen als nach unten. Damals war der Brennstoff aber fast 24 Prozent billiger als heute. Glück gehabt.

Heizöl wegen schwankender Rohstoffmärkte kaum noch kalkulierbar

Günstig Heizöl nachtanken sei in diesen Zeiten stark schwankender Rohstoffmärkte nicht mehr wirklich kalkulierbar, hat Hofmann beobachtet. Früher orderten clevere Hausbesitzer stets im Sommer nach. Da gab es kaum Nachfrage und die Preise waren garantiert viel günstiger. Der Trick klappt heute nicht mehr. Tipp: Unser Heizöl-Rechner gibt für Ihre Region eine Preisorientierung.

Schwefelarmes Heizöl schont den Geldbeutel

Trotzdem gibt es Sparchancen: Ähnlich wie an der Tankstelle haben Kunden neuerdings die Wahl zwischen verschiedenen Heizöl-Sorten. Nur: kaum jemand weiß das. Anstelle des Standard-Öls sollten Käufer lieber das neue schwefelarme Öl ordern, empfiehlt Hofmann. Das ist umweltfreundlicher und schont den Geldbeutel. Sein Schwefelgehalt darf höchstens 50 Milligramm pro Kilogramm betragen. Standardheizöl enthält dagegen bis zu 1000 Milligramm Schwefel pro Kilo Heizöl.

Das Neue verbrennt sauberer, hinterlässt weniger Rückstände im Tank und drückt den Verbrauch - bestenfalls um stolze zehn Prozent. Die volle Ersparnis klappt aber nur, wenn der komplette Tank damit befüllt wird. Wer noch Standard-Restbestände drin hat, kann aber in jedem Fall problemlos Schwefelarmes dazugeben, versichert Hofmann. Es lohne sich. Das Schwefelarme wird zum gleichen Preis wie das bisherige Öl abgegeben. Dieses wird allmählich vom Markt verschwinden.

Beim Zuschlag sparen

Auch beim Gefahrengutzuschlag können die Kunden sparen. Je nach Lieferant kann das Extra-Kosten zwischen 12 und 22 Euro bedeuten. Auf diesen Posten achtet jedoch kaum jemand. Sollte man aber. "Statt beim Ölpreis um die zweite Stelle hinterm Komma zu feilschen, sollten Kunden lieber beim Gefahrengutzuschlag ansetzen", rät Hofmann.

Rabatte durch Sammelbestellungen

Heizölkäufer können sich auch mit Nachbarn zu privaten Einkaufsgemeinschaften zusammentun. Das Rabattpotenzial liegt dabei zwischen drei und fünf Prozent, je nach Menge und Anfahrtsweg, hat der Bund der Energieverbraucher berechnet. Nach den Erfahrungen Hofmanns können etwa 60 Euro Entlastung für den einzelnen Geldbeutel drin sein. Aber aufgepasst: Der, der die Bestellung organisiert, trägt ein finanzielles Risiko. Springt ein Nachbar ab oder zahlt nicht, ist der Auftraggeber in der Haftung - und bleibt womöglich auf dessen Kosten sitzen.

Online-Pools nutzen

Ähnlich wie in der Schweiz gibt es auch in Deutschland Einkaufspools via Internet, etwa über www.heizoelpool.de, www.heizoelboerse.de oder www.heizoel-sammelbestellung.de. Interessenten können dort online abfragen, ob es weitere Käufer in der eigenen Wohnregion gibt. Wenn ja, sucht der Anbieter für alle nach einem günstigen Händler. Rabattchancen: bis zu drei Prozent. Das finanzielle Risiko eines Teilnehmers gehe dabei gegen null, versichert Günter Hörmann von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Vermieter ansprechen

Vermieter sind nicht verpflichtet, den günstigsten Zeitpunkt zum Nachkauf von Heizöl abzupassen. Sie müssen allerdings wirtschaftlich handeln, wie Dietmar Wall vom Deutschen Mieterbund erläutert. Sein Tipp: Mieter könnten ruhig einmal anregen, dass sich der Hausbesitzer Sammelbestellungen anschließt. Ein Anspruch darauf besteht jedoch nicht.

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