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Trotz Quecksilber: Grüne halten Energiesparlampen für kleineres Übel

Grüne halten Energiesparlampen für kleineres Übel

31.12.2010, 16:58 Uhr | bv mit dapd, dapd, t-online.de

Trotz Quecksilber: Grüne halten Energiesparlampen für kleineres Übel. Energiesparlampe vs. Glühbirne: der Streit geht weiter (Foto: imago)

Energiesparlampe vs. Glühbirne: der Streit geht weiter (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die Grünen halten quecksilberhaltige Energiesparlampen für das kleinere Übel im Verhältnis zu Strom fressenden Glühbirnen. Das Quecksilber in den Energiesparbirnen sei zwar ein Problem, es sei jedoch wichtiger, dass diese Leuchtkörper wesentlich weniger Energie verbrauchen als herkömmliche. Das sagte die Vorsitzende der Grünen im Europa-Parlament, Rebecca Harms der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Energiesparlampen können beim Zerbrechen Quecksilber freisetzen. Aber auch die gute alte Glühbirne sorgt für Quecksilber in der Umwelt, wenn auch nur indirekt.

Das Umweltbundesamt (UBA) hatte vergangene Woche mitgeteilt, Tests mit zwei zerbrochenen Energiesparlampen hätten ergeben, dass die Quecksilberwerte bis zu 5 Stunden lang 20 Mal höher sind als zulässig. Daraufhin forderten Verbraucherschützer, das EU-Verbot für klassische Glühbirnen auszusetzen.

Rücknahme soll verbessert werden

Harms wies dies zurück. Wichtig sei jetzt, dass die Rücknahme der schadstoffhaltigen Sparlampen weiter verbessert und vereinfacht werde, betonte sie. "Um das zu ändern, arbeiten wir mit Hochdruck an der sogenannten Waste Directive, also der Elektroschrott-Richtlinie der EU", sagte sie. Schon jetzt gebe es für Energiesparlampen spezielle Sammelstellen in Gemeinden. Hier finden Sie die nächste Sammelstelle in Ihrer Nähe.

Das Bundesumweltministerium forderte weitere Tests von Energiesparlampen. Staatssekretärin Katherina Reiche (CDU) sagte am Montag im "ARD-Morgenmagazin", die Hersteller könnten eine Ummantelung anbringen, so dass die Lampen bruchsicher seien. Reiche verwies außerdem auf Alternativen wie LED- oder Halogenlampen.

Auch Glühbirnen verbreiten indirekt Quecksilber

Energiesparleuchten enthalten wie alle Leuchtstofflampen Quecksilber. Der EU-Grenzwert liegt bei 5 mg pro Stück. Teilweise sind aber nur 1,5 mg enthalten. Manche Hersteller verwenden auch Legierungen wie Amalgam, um das Entweichen von Quecksilber beim Zerbrechen zu verhindern. Amalgam ist die Verbindung von Quecksilber mit einem anderen Metall. Es wird unter anderem für Zahnfüllungen verwendet.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wies bereits 2008 in einem Faltblatt darauf hin, dass auch Glühbirnen indirekt Quecksilber ausstoßen, und zwar bei der Kohleverstromung. Pro Kilowattstunde entstünden dabei knapp 0,015 mg des Schwermetalls. Energiesparlampen sparten im Lauf ihrer Lebensdauer mehr Quecksilber ein, als sie selbst enthalten. Selbst wenn die Energiesparlampe nicht fachgerecht entsorgt werde, seien ihre Quecksilberemissionen durch den eingesparten Strom geringer als die der Glühbirne, so die Umwelthilfe. Bei Strom aus Atomkraft, Gas oder Erneuerbaren Energien sind der Glühbirne allerdings keine Quecksilber-Emissionen zuzurechnen, so dass es hier letztlich auf den Strommix ankommt.

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