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Energiesparen: Heizkosten senken und den Schimmelpilz bekämpfen

Mit einfachen Kniffen den Schimmel besiegen

01.02.2011, 19:06 Uhr | verivox, t-online.de, Verivox, t-online.de

Energiesparen: Heizkosten senken und den Schimmelpilz bekämpfen. Energiesparen: Richtiges Lüften beugt dem Schimmelpilz vor (Foto: imago)

Energiesparen: Richtiges Lüften beugt dem Schimmelpilz vor (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Schimmel in der Wohnung ist lästig und bedroht die Gesundheit. Einige Pilzarten werden sogar mit Lungenerkrankungen und Allergien in Verbindung gebracht. Das Umweltbundesamt warnt: "Grundsätzlich sind alle Schimmelpilze in der Lage, allergische Reaktionen wie Schleimhautreizungen, Husten, Kopfweh oder Müdigkeit auszulösen." Wer aber beim Heizen und Lüften ein paar einfache Tipps befolgt, kann dadurch Schimmelbefall vorbeugen - und dabei noch was für seinen Geldbeutel tun. Wir erklären, wie Sie Energiekosten sparen und gleichzeitig Schimmel vermeiden.

Niemals die Fenster auf Kippstellung lassen

Zentral für die Vermeidung von Schimmel ist richtiges Lüften. Denn so geben Sie dem Schimmel keine Chance und sparen auch noch Heizkosten. Der größte Fehler beim Lüften: die Fenster lange auf Kippstellung lassen. So heizen Sie buchstäblich bis zu 150 Euro jährlich zum Fenster hinaus, und die Wände kühlen stark aus – gute Bedingungen für Schimmelpilze, die dann auch die Bausubstanz schädigen können. Denn je stärker eine Wohnung auskühlt, desto besser können Pilzkulturen wachsen.

Dann schlägt sich nämlich auf den kalten Wänden Feuchtigkeit nieder - perfekte Bedienungen für den gefährlichen Pilz. Mehrmals täglich für einige Minuten Stoßlüften sorgt dagegen für einen guten Luftaustausch. Da sich die Wärme in den Wänden und Möbeln hält, ist es nach dem Lüften außerdem schnell wieder angenehm warm im Zimmer.

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    Wozu muss überhaupt gelüftet werden?

    In einem Vier-Personen-Haushalt gelangen pro Tag bis zu 15 Liter Wasser in Form von Wasserdampf in die Luft und schlagen sich, wenn nicht gelüftet wird, an Decken und Wänden nieder. Das kann dann zu Schimmelbildung führen. Verantwortlich dafür sind nicht nur Atmen und Schwitzen, sondern auch Kochen, Duschen und Wäsche trocknen.

    Um unnötige Feuchtigkeit in der Wohnung zu vermeiden, sollte Wäsche daher nach Möglichkeit nicht in der Wohnung getrocknet werden. Beim Kochen ist es sinnvoll, die Dunstabzugshaube einzuschalten. Auch nach dem Duschen ist gründliches Lüften wichtig. 

    Richtig lüften, Feuchtigkeit bekämpfen

    Besonders Altbauten sind schimmelgefährdet, da es dort häufiger undichte Stellen gibt und der Wärmeschutz teilweise Mängel aufweist. Aber auch in Neubauten kann es zu Schimmelbildung kommen. Ursache ist dann meistens falsches oder zu seltenes Lüften. Wegen der guten Dämmung gibt es meist einen geringeren Luftaustausch. An den schlecht belüfteten Stellen an den Außenwänden bildet sich dann bevorzugt Schimmel.

    Große Schränke sollten möglichst nicht an Außenwänden aufgestellt werden. Achten Sie auch darauf, dass Möbel nicht direkt an der Wand stehen. Planen Sie mindestens fünf Zentimeter Zwischenraum ein, damit für eine ausreichende Luftzirkulation gesorgt ist.

    Grundtemperatur halten

    Wenn Sie über Nacht oder tagsüber nicht in Ihrer Wohnung sind, sollten Sie dennoch die Heizung nicht abschalten. Heizkosten werden so nicht eingespart, da zum Aufheizen eines ausgekühlten Hauses besonders viel Energie benötigt wird. Bei einer bereits bestehenden Grundtemperatur von beispielsweise 17 Grad geht das deutlich schneller.

    Wer also in den Winterurlaub fährt oder ein Zimmer nicht regelmäßig nutzt, sollte die Heizung trotzdem nicht ganz abstellen. Denn es drohen auch Frostschäden. So können bei Kälteeinbruch Wasserrohre platzen – und Wasserschäden führen schnell zu Schimmel. Die Frostschutzstellung am Heizkörper verhindert außerdem, dass die Wände zu sehr auskühlen. Sie lässt die Heizkosten aber auch nicht unnötig in die Höhe schnellen.

    Türen und Fenster abdichten

    Besonders bei älteren Häusern sind Fenster und Türen häufig nicht perfekt abgedichtet, was ebenfalls zum Auskühlen der Wände beiträgt. Abhilfe bieten Zugluftstopper unter den Türen. Mit selbstklebenden Gummi- oder Schaumstoffstreifen können Sie Fenster und Türen einfach und effektiv abdichten, damit die Wärme im Zimmer bleibt.

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