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Solarstrom: Überforderte Stromnetze können Elektrogeräte zerstören

Solarstrom: Überforderte Stromnetze können Elektrogeräte zerstören

23.02.2011, 14:13 Uhr | bv, t-online.de

Solarstrom: Überforderte Stromnetze können Elektrogeräte zerstören. Platzende Glühbirne: Überspannung im Stromnetz kann Elektrogeräte zerstören (Foto: imago)

Platzende Glühbirne: Überspannung im Stromnetz kann Elektrogeräte zerstören (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Der Ausbau der Solarenergie in Deutschland sorgt immer mehr für Probleme in den Stromnetzen. Während Windkraftanlagen zur Not abgeschaltet werden können, produzieren Solarzellen Strom solange genügend Licht vorhanden ist - und dieser Strom fließt in Niederspannungsnetze, die dafür nicht ausgerüstet sind. Dadurch nehmen Spannungsschwankungen zu und können Elektrogeräte zerstören.

Ein Beispiel ist laut "Handelsblatt" die Stadt Fröndenberg in Westfalen, wo in einigen Stadtteilen keine neuen Photovoltaik-Anlagen mehr ans Netz gehen dürfen. Die Aufnahmegrenzen seien erreicht, sagte Bernd Heitmann, Chef der örtlichen Stadtwerke der Zeitung. Grund für das Problem sei die ländliche Struktur. Ein weitmaschiges Netz mit dünnen Leitungen verbinde relativ wenige Verbraucher, aber viele Produzenten.

Sonnenstrom lässt Spannungsschwankungen steigen

Im Gespräch mit T-Online Wirtschaft sagte Heitmann, der Knackpunkt seien die Spannungshübe. Vor allem bei Solaranlagen, die bei Sonne schnell besonders viel und bei Bewölkung sofort weniger Strom produzierten, sei dies ein Problem. Selbst innerhalb der erlaubten Voltzahl im Netz, die bei +/- 10 Prozent liegt, dürften die Spannungshübe nicht mehr als zwei bis drei Prozent ausmachen. Werde dieser Wert der Schwankungen überschritten, drohten Schäden, für die der Netzbetreiber verantwortlich gemacht werden könne. Die Netzbetreiber seien verpflichtet, die Spannungsqualität einzuhalten.

Die Stadtwerke Fröndenberg hätten deshalb den Anschluss von 23 Photovoltaik-Anlagen in den Außenbezirken des Netzes abgelehnt. In anderen Bereichen würden dagegen weitere Anlagen angeschlossen. Insgesamt gebe es mehr als 300 Solarstromanlagen im eigenen Netz, sagte Heitmann.

Problem ist der Anschluss am Niederspannungsnetz

98 Prozent der Solaranlagen seien derzeit am Niederspannungsnetz angeschlossen. Das führe bei 77 Prozent der Betreiber von Verteilnetzen zu Problemen bei der Integration des Solarstroms, schreibt das "Handelsblatt". Die historisch gewachsenen Netze seien nur so dimensioniert, dass sie die Last, die der Verbrauch erzeugt, tragen könnten. Als Lösung bieten sich zwar selbstregelnde Trafos für das Ortsnetz oder Solarstromspeicher an, doch diese Technologien seien noch nicht ausgereift.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland geht vor allem im Bereich der Photovoltaik schneller voran als gedacht. Deshalb wurde die Förderung von neuen Solaranlagen bereits außerplanmäßig gekürzt. Auch die Deutsche Energie-Agentur (Dena) hat vor einem Netzkollaps durch zu viel Sonnenstrom gewarnt. Der Ausbau der Photovoltaik solle deshalb gebremst werden. Außerdem müssen die Stromnetze ausgebaut und flexibler werden. Vor allem gegen den Netzausbau gibt es aber oft Widerstände von Anwohnern.

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