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So überprüfen Verbraucher die Abrechnung bei Strom und Gas

So überprüfen Verbraucher die Abrechnung bei Strom und Gas

18.02.2011, 16:02 Uhr | verivox.de, Verivox

So überprüfen Verbraucher die Abrechnung bei Strom und Gas. Verbraucher sollten die Jahresendabrechnung bei Strom und Gas genau prüfen (Foto: imago)

Verbraucher sollten die Jahresendabrechnung bei Strom und Gas genau prüfen (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Wenn die Jahresabrechnungen für Strom und Gas ins Haus flattern, sinkt die Laune bei vielen rapide. Denn allzu oft beinhalten sie kräftige Nachforderungen des Versorgers. Meist kommen diese Nachzahlungsforderungen durch Preiserhöhungen oder durch einen Mehrverbrauch des Kunden zustande und sind deshalb legitim. Doch es kommt auch vor, dass sich der Anbieter schlichtweg verrechnet oder der Berechnung falsche Daten zugrunde gelegt hat. Verbraucher sollten ihre Abrechnungen daher genau prüfen. Worauf Sie dabei besonders achten sollten.

Abrechungen immer ähnlich aufgebaut

Laut Angaben des Verbraucherportals Verivox sind die Abrechnungen grundsätzlich alle ähnlich aufgebaut. Auf der ersten Seite finden Sie links die Abnahmestelle, an die das Gas oder der Strom geliefert wird - sprich Ihre Adresse. Überprüfen Sie diese. Es kommt vor, dass gerade in Mehrfamilienhäusern die Verbräuche der Kunden vertauscht werden.

Verbrauch kontrollieren

Sowohl bei Strom als auch bei Gas ist es sehr einfach zu prüfen, ob der Anbieter den Verbrauch korrekt ermittelt hat. Wer im Vorfeld alle Zählerstände notiert hat, zieht einfach den alten vom neuen Zählerstand ab. In der Differenz zeigt sich, wie viel Strom oder Gas Sie innerhalb des Abrechnungszeitraums verbraucht haben. Vergleichen Sie diesen Wert mit dem vom Anbieter aufgeführten Verbrauch.

Stimmen die Werte nicht überein, hat der Versorger womöglich die Zähler falsch abgelesen, Zahlen vertauscht, falsch übermittelt oder eingetragen. Manchmal ist aber auch nur ein Zahlendreher schuld an der fehlenden Übereinstimmung.

Taschenrechner raus

Sind die Zählerstände auf der Jahresrechnung korrekt ausgewiesen, muss das jedoch nicht heißen, dass auch der Rechnungsbetrag korrekt ist. So kann bei Berechnung beispielsweise ein falscher Kilowatt- bzw. Kubikmeterpreis zugrunde gelegt worden sein. Auch Preisanpassungen während des Abrechungszeitraums oder nicht berücksichtigte Frei-kWh und Boni können Ursache von Fehlern sein. Deshalb sollten Verbraucher nicht scheuen, den Taschenrechner zu zücken und selbst nachzurechnen. Versorger sind gesetzlich verpflichtet, Rechnungen so zu gestalten, dass diese einfach und verständlich sind.

Auch die Verbraucherzentralen helfen

Und so müssen Sie rechnen: Multiplizieren Sie die Anzahl der Kilowattstunden mit dem für den Abrechnungszeitraum gültigen Preis. Bei Gas multiplizieren Sie die Anzahl der Kubikmeter mit dem Brennwert und der Zustandszahl (z-Zahl). Daraus ergibt sich die verbrauchte Menge in Kilowattstunden. Wer keine Lust auf diese Rechnerei hat, aber dennoch vermutet, dass die Abrechnung fehlerhaft ist, kann sich auch an die Verbraucherzentralen wenden.

Beachten Sie, dass Anbieter den Preis in der Regel netto, also ohne Mehrwertsteuer, angeben. Sie müssen daher zu der Summe noch einmal 19 Prozent hinzu addieren. Bei Strom muss meistens auch noch die Stromsteuer dazu gerechnet werden. Das sind dann noch einmal 2,05 Cent je Kilowattstunde.

Unerwartet hoher Energieverbrauch durch neue Geräte

Der ermittelte Verbrauch stimmt, die Berechnung ist richtig und doch haben Sie das Gefühl, dass die Rechnung zu hoch ausfällt. Begeben Sie sich auf die Suche nach der möglichen Ursache. Hat sich die Zahl der im Haushalt lebenden Personen erhöht? Haben Sie sich ein neues, verbrauchsintensives Gerät, wie beispielsweise Gasherd oder Aquarium, gekauft? War der Winter besonders kalt, so dass die Gasheizung mehr lief als gewöhnlich? All das können Gründe sein, warum Sie mehr verbraucht haben als im Jahr zuvor. Können Sie diese Gründe jedoch ausschließen, ist womöglich ein defekter Zähler schuld.

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