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E.ON-Cehf warnt vor Zusammenbruch des Stromnetzes

E.ON-Chef warnt vor Zusammenbruch des Stromnetzes

20.03.2011, 10:03 Uhr | Dapd, dapd

E.ON-Cehf warnt vor Zusammenbruch des Stromnetzes. E.ON-Chef Johannes Teyssen (Foto: dpa)

E.ON-Chef Johannes Teyssen (Foto: dpa)

E.ON-Chef Johannes Teyssen hat angesichts der Abschaltung älterer Atommeiler vor einem Zusammenbruch des deutschen Stromnetzes gewarnt. In einem Interview mit dem "Spiegel" sagte Teyssen, dass es nach der beschlossenen Abschaltung der Altmeiler "schon äußerst schwer" werde, das Stromnetz stabil zu halten. Noch weitreichendere Maßnahmen wie der teilweise geforderte komplette Ausstieg aus der Atomkraft seien "überhaupt nicht zu verkraften".

Teyssen begründete seine drastische Warnung mit dem ungenügenden Ausbauzustand des Stromnetzes. Dieses sei auf eine solch gravierende Umverteilung der Lasten nicht ausgelegt. "Im Süden fallen durch die Stilllegung von Kraftwerken große Kapazitäten weg. Leitungen, um den im Norden produzierten Windstrom dorthin zu transportieren, fehlen", erläuterte der Konzernchef. Das könne zu massiven Problemen bis hin zu Stromausfällen führen. Darauf habe E.ON auch das Bundeswirtschaftsministerium hingewiesen.

Riss im AKW Grafenrheinfeld

Dem "Spiegel" zufolge kann sich die Situation ab Ende März noch einmal deutlich verschärfen. Dann gehe mit dem bayerischen Atomkraftwerk Grafenrheinfeld ein weiterer Meiler vom Netz. In der E.ON-Anlage war demnach bereits vor Monaten ein möglicher Riss in einer Kühlleitung im Reaktorkern diagnostiziert worden. Nun soll das entsprechende Teil während einer mehrwöchigen Revision ausgetauscht werden.

AKWs sollen überprüft werden

Am Freitag waren die alten Atommeiler in Deutschland vom Netz genommen worden. Sie sollen angesichts der Katastrophe von Japan einer zusätzlichen Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. Der Essener Energiekonzern RWE versicherte, die zusätzlichen Checks "aktiv unterstützen" zu wollen. Es sei wichtig, zu prüfen, ob sich aus den Erkenntnissen in Japan weitere Hinweise für Verbesserungen des "sehr hohen Sicherheitsniveaus der eigenen Anlagen ergeben", hieß es in einer RWE-Erklärung.

Allerdings entsprächen die Anlagen den Anforderungen des strengen deutschen Regelwerks. Allein in die Modernisierung der beiden Blöcke des Kraftwerks Biblis in Hessen seien in den vergangenen Jahren 1,4 Milliarden Euro investiert worden.

E.ON-Chef unterstüzt Energiepolitik der Bundesregierung

Teyssen verteidigte trotz der aktuellen Diskussion die von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke. Die Branche werde hart daran arbeiten, das Vertrauen der Menschen in die Kernenergie als Brückenpfeiler auf dem Weg in die Energiezukunft neu zu gewinnen, sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Dabei schließe ich mögliche höhere Sicherheitsanforderungen ausdrücklich ein", sagte der Eon-Chef.

Rechtliche Schritte gegen Moratorum

Unterdessen prüfen gleich mehrere Energiekonzerne gegen das Moratorium der Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken rechtliche Schritte. Nachdem schon RWE juristische Schritte angekündigt hatte, erwäge nun auch E.ON eine Klage gegen die entsprechende Verfügung des Bundesumweltministeriums, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

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