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Japan muss Tepco womöglich mit Steuergeld stützen

Japan muss Tepco womöglich mit Steuergeld stützen

01.04.2011, 13:57 Uhr | AFP, dapd, AFP , dapd

Japan muss Tepco womöglich mit Steuergeld stützen. Havariertes Atomkraftwerk Fukushima 1 von Tepco (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Havariertes Atomkraftwerk Fukushima 1 von Tepco (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der japanische Staat muss den Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1, Tepco, womöglich mit Steuergeld stützen. Dem Konzern drohe sonst während seines Kampfes gegen die größte Nuklear-Katastrophe des Landes das Geld auszugehen, berichteten japanische Medien am Freitag.

Stromversorgung in Gefahr

Regierungssprecher Yukio Edano bestätigte entsprechende Überlegungen. "Das ist keine Option, die wir bisher ausgeschlossen haben", sagte Edano. Ohne staatliche Hilfe werde Tepco vermutlich außer Stande sein, die Stromversorgung aufrechtzuhalten und gleichzeitig hohe Prozesskosten und Entschädigungen zu zahlen, die aufgrund des Atom-Unglücks auf den Konzern zukommen, berichtete die Zeitung "Mainichi Shimbun".

Keine Verstaatlichung geplant

Wenn der Staat Geld in den Konzern stecke, werde er dies tun, um in dessen Unternehmensführung einbezogen zu werden, sagte ein Regierungsmitglied der Zeitung weiter. Von einer Verstaatlichung von Tepco könne aber keine Rede sein. Industrieminister Banri Kaieda kündigte an, die Regierung werde in Kürze eine Arbeitsgruppe einsetzen, um die finanzielle Hilfe für Tepco zu beraten.

Tepco-Vizechef Takashi Fujimoto sagte derweil, in dem Konzern habe es keinerlei Gespräche darüber gegeben, den Staat um Hilfe zu bitten. Am Mittwoch hatte der Konzern bekannt gegeben, sich Kredite in Höhe von zwei Milliarden Yen (16,9 Millionen Euro) gesichert zu haben.

Beobachter erwarten massive Verluste

Dies sei jedoch nicht genug, um das Unternehmen aufgrund seiner finanziell angespannten Lage am Laufen zu halten. Beobachter erwarten für Tepco massive Verluste und weiter steigende Kosten im Kampf gegen die nukleare Katastrophe.

Kreditwürdigkeit schon wieder gesenkt

Wie kritisch die Märkte mittlerweile die wirtschaftliche Situation einschätzen, belegt auch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Tepco. Zum zweiten Mal in Folge hat die Ratingagentur Moody's die Bonität des Energiekonzerns gesenkt. Nach der Abwertung um drei Stufen von A1 auf Baa1 schloss die Agentur eine weitere Abwertung von Tepco nicht aus.

Aktie von Tepco verliert 80 Prozent an Wert

Als Grund für den aktuellen Schritt nannte die Ratingagentur mögliche Schadenersatzforderungen in Folge der Atomkrise. Nach einer Schätzung der Bank Merrill Lynch könnten Forderungen von bis zu 120 Milliarden Dollar (rund 85,3 Milliarden Euro) gegen Tepco geltend gemacht werden. Auch die Anleger bewerten die Lage kritisch: Seit Beginn der Atomkrise im Meiler Fukushima ist die Tepco-Aktie um 80 Prozent eingebrochen.

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