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Erneuerbare Energien decken rund 17 Prozent des Stromverbrauchs

Erneuerbare Energien decken rund 17 Prozent des Stromverbrauchs

13.04.2011, 09:23 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX, t-online.de

Erneuerbare Energien decken rund 17 Prozent des Stromverbrauchs . Die Windkraft wird für die deutsche Stromversorgung immer wichtiger (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die Windkraft wird für die deutsche Stromversorgung immer wichtiger (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Deutschland hat zwischen 1990 und 2010 den Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch vervierfacht. Inzwischen liege der Anteil von umweltfreundlicher Energie wie aus Windkraft und Sonne bei 17 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Ein Viertel vom Stromverbrauch kommt durch Atomstrom

Der in Deutschland verbrauchte Atomstrom kam demnach 2010 auf ein knappes Viertel (23,3 Prozent) und lag so noch vor den Erneuerbaren. Da die Berechnung nur das vergangene Jahr berücksichtigt, ist die jüngste Auswirkung der vorläufig vom Netz genommenen Meiler nach der Atom-Katastrophe ein Japan noch unberücksichtigt. Offen ist derzeit, ob die Reaktoren nach der Zwangspause wieder anlaufen.

Deutschland nur im Mittelfeld

Ein Vergleich mit den anderen EU-Staaten ist den Statistikern wegen der Datenbasis nur bis zum Jahr 2008 möglich. Deutschland lag damals mit seinen regenerativen Energiequellen nur im Mittelfeld: Mit 15,4 Prozent Anteil am gesamten Stromverbrauch reichte es 2008 nur für einen Platz hinter dem EU-Schnitt (16,7 Prozent).

In der EU sollen die erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Sonne und Bio-Masse bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent am Gesamtverbrauch haben. So sollen die EU-Staaten einerseits unabhängiger von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas werden, andererseits soll gleichzeitig der Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) reduziert werden.

Höchster Anteil an Erneuerbaren Energien in Österreich

Klassenprimus bei den erneuerbaren Energien war 2008 Österreich: Die Alpenrepublik kam vor allem dank umweltfreundlicher Wasserkraft auf einen Anteil von 62 Prozent. Die höchste Zuwachsrate bei den regenerativen Stromquellen wies Dänemark auf: Dort stieg der Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch von 1990 bis 2008 von 2,6 auf 28,7 Prozent.

Am abhängigsten vom Atomstrom waren 2008 Frankreich (83,2 Prozent), Litauen (76,4 Prozent) und die Slowakei (56,7 Prozent). In Deutschland lag der Anteil der Kernkraft damals bei 24,1 Prozent. In zwölf EU-Staaten spielte Atomkraft gar keine Rolle - darunter in den Ländern Österreich, Irland und Polen.

 

Bruttostromerzeugung

Terawattstunden (TWh)

% des Bruttostromverbrauchs

Insgesamt

darunter aus erneuerbaren Energien

darunter aus Kernenergie

2008

1990

2008

2008

Deutschland

637,2

3,8

15,4*

24,1**

Belgien

84,9

1,1

5,3

47,7

Bulgarien

45,0

4,1

7,4

39,7

Dänemark

36,4

2,6

28,7

0,0

Estland

10,6

0,0

2,0

0,0

Finnland

77,4

24,4

31,0

25,5

Frankreich

576,0

14,8

14,4

83,2

Griechenland

63,7

5,0

8,3

0,0

Irland

29,7

4,8

11,7

0,0

Italien

319,1

13,9

16,6

0,0

Lettland

5,3

43,9

41,2

0,0

Litauen

13,9

2,5

4,6

76,4

Luxemburg

3,6

2,0

4,1

0,0

Malta

2,3

0,0

0,0

0,0

Niederlande

107,6

1,4

8,9

3,4

Österreich

67,1

65,4

62,0

0,0

Polen

156,2

1,4

4,2

0,0

Portugal

46,0

34,5

26,9

0,0

Rumänien

65,0

23,0

28,4

18,5

Schweden

150,0

51,4

55,5

43,1

Slowakei

29,0

6,4

15,5

56,7

Slowenien

16,4

25,8

29,1

42,4

Spanien

313,7

17,2

20,6

19,5

Tschechische Republik

83,5

1,9

5,2

36,9

Ungarn

40,0

0,5

5,6

33,7

Vereinigtes Königreich

389,4

1,7

5,6

13,1

Zypern

5,1

0,0

0,3

0,0

EU-27

3.374,2

11,9

16,7

27,6

Quelle: Eurostat, Europäische Union.


*    2010 = 16,9%, vorläufige Angabe, Quelle: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) und Arbeitsgruppe Energiebilanzen (AGEB).
 
**  2010 = 23,3%, vorläufige Angabe, Quelle: Arbeitsgruppe Energiebilanzen (AGEB), eigene Berechnungen Destatis.

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