Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie >

Umweltminister einig: Sieben AKW stilllegen

...

Umweltminister einig: Sieben AKW stilllegen

30.05.2011, 10:45 Uhr | dpa, dapd, dpa, dapd

Umweltminister einig: Sieben AKW stilllegen. Nachtaufnahme des Atomkraftwerks Biblis in Südhessen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Nachtaufnahme des Atomkraftwerks Biblis in Südhessen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke sollen nach dem Willen der Umweltminister von Bund und Ländern nie wieder ans Netz. Darauf verständigten sich die Minister bei ihrer Tagung in Wernigerode im Harz, wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) mitteilte. Einig waren sich die Minister beim raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Der Anteil solle bis 2020 auf 40 Prozent steigen, sagte Röttgen. Bislang waren 35 Prozent als Ziel genannt worden.

Keine Einigung auf Ausstiegstermin

Die Umweltminister plädierten auch für einen frühestmöglichen Ausstieg aus der Kernenergie. Jahreszahlen wurden allerdings nicht genannt. Röttgen verwies auf unterschiedliche Positionen der Länder, die von 2017 bis 2022 reichten. Einen genauen Zieltermin solle die Energie-Ethikkommission vorlegen. Diese tagt am Wochenende noch einmal und übergibt ihren Bericht am Montag an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Bericht wird am Montagvormittag in Berlin vorgestellt.

Die Länder baten den Bund um die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage, damit die vom Moratorium betroffenen Kernkraftwerke dauerhaft und rechtssicher vom Netz bleiben können. Außerdem müsse die Umstellung der Energieversorgung weg von Kernkraft hin zu Erneuerbarer Energie beschleunigt werden. Neben Erneuerbaren Energien seien auch fossile Energieträger unverzichtbar.

Bundesweite Suche nach Atom-Endlager

In der Endlager-Frage untersuche man unterschiedliche geologische Formationen und alternative Entsorgungskonzeptionen, nicht auf Gorleben beschränkt, sondern bundesweit, sagte Röttgen. Sachsen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) versicherte, dass alle Bundesländer nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima die Nutzung der Kernenergie einer grundsätzlichen Neubewertung unterziehen wollten.

Die Umweltminister forderten den Bund zudem auf, die Länder stärker in die Planung neuer Energieleitungen einzubeziehen. Die Rechte der Länder sollen beim Ausbau des Stromnetzes gestärkt werden. Für neue Leitungen soll zuerst auf bereits bestehende Trassen zurückgegriffen werden.

Kritik an Stopp von Brennelementesteuer

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) kritisierte indes, dass die Brennelementesteuer nicht beibehalten werden solle. Ansonsten sei der in Wernigerode erzielte Konsens eine gute Basis, auf der die Energiewende aufgebaut werden könne. "Wir müssen uns deutlich machen, dass hier die Weichen für die Energiepolitik der nächsten 30 bis 40 Jahre gestellt wurden".

Liebe Leserinnen und Leser,

wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet und es keine thematischen Dopplungen in den Diskussionen gibt. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Aufstellung der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite. Mehr zu unserer Community erfahren Sie in unseren FAQ. Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Wirtschaft
Strom aus der Wüste

Das "Desertec"-Projekt: Riesige Spiegel in der Sahara sollen den Strom für Europa liefern. zum Video

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Jobsuche

Anzeige
 

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018