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China ist scharf auf deutschen Solar-Markt

Solarenergie  

Chinesen drängen in deutschen Solar-Markt

15.08.2011, 12:29 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

China ist scharf auf deutschen Solar-Markt . Solaranlagen: Chinesen wollen statt Großanlagen verstärkt Privathaushalte beliefern  (Foto: dpa)

Solaranlagen: Chinesen wollen statt Großanlagen verstärkt Privathaushalte beliefern (Foto: dpa)

Der chinesische Solarkonzern Suntech will sein Geschäft in Deutschland ausbauen. "Wir wollen künftig in Deutschland mehr Solaranlagen an Privathaushalte verkaufen", sagte Europa-Chef Jerry Stokes dem "Handelsblatt". Suntech beliefert bislang überwiegend Betreiber von Solarparks, aber auch Unternehmen, die Anlagen auf großen Dachflächen installieren. Nun versucht der chinesische Solarkonzern auch in den Massenmarkt einzusteigen und macht für sich schon kräftig Werbung. "Das Engagement beim Bundesligaclub TSG Hoffenheim ist Teil unserer Strategie, unsere Marke in Deutschland bekannter zu machen", sagte Stokes.

Podolski und J.R. Ewing trommeln für Solarenergie

Mit seiner Werbeinitiative folgt Suntech anderen chinesischen Solarfirmen, wie etwa Yingli Solar beim FC Bayern München. Die ehemals unbekannten Billiganbieter wollen mit dem Sponsoring die Qualität ihrer Produkte herausstellen und sich gegenüber der Masse an Solarfirmen abheben. Damit treten sie in Deutschland gegen heimische Konkurrenten wie SolarWorld an. Der Bonner Konzern sponsert schon seit längerem den 1. FC Köln. Zudem wirbt er in Fernsehspots mit deren Star Lukas Podolski sowie mit dem US-Schauspieler Larry Hagman bzw. J.R. Ewing, dem Ekel aus der Öl-Dynastie-Serie "Dallas".

Das verschärft den Wettbewerb im deutschen Markt, wo das Geschäft im ersten Halbjahr nach dem Rekord von neu installierten Anlagen mit insgesamt 7400 Megawatt im vergangenen Jahr sehr schwach startete. Für 2011 rechnen laut der Zeitung Marktbeobachter nur mit 4000 bis 5000 Megawatt.

Chinesische Solar-Fabrik in Europa?

Dies schreckt Stokes aber nicht ab. "Wir wollen dieses Jahr in Deutschland mehr Solarmodule verkaufen als 2010", sagte der Europachef. Zudem wollen die Chinesen künftig verstärkt in den wichtigen Absatzmärkten vor Ort produzieren. Bislang kommen die Solaranlagen aus Werken in China oder in den USA, obwohl der Konzern 2010 rund die Hälfte seines Umsatzes von 2,8 Milliarden Dollar in Europa erzielte. Dies soll sich nun ändern. "Wir wollen auch in Europa ein Werk bauen", kündigte Stokes an. "Wir können uns hier gut die Montage von Solarmodulen vorstellen." Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

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