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Energiesparlampen-Preise explodieren

Energiesparlampen  

Energiesparlampen-Preise explodieren

31.08.2011, 17:59 Uhr | dpa-AFX, dpa, t-online.de, dpa, dpa-AFX

Energiesparlampen-Preise explodieren. Die Energiesparlampen-Preise explodieren (Quelle: imago images)

Die Energiesparlampen-Preise explodieren (Quelle: imago images)

Ab dem 1. September sind 60-Watt-Glühbirnen verboten - just einen Tag vorher kündigte der Leuchtmittel-Hersteller Osram eine Preiserhöhung für Energiesparlampen an. Inklusive einer bereits erfolgten Erhöhung im Frühjahr verteuern sich die Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren um satte 20 bis 25 Prozent, gab Osram-Sprecher Stefan Schmidt bekannt. Auch Philips will die Preise erhöhen.

Osram macht Anstieg der Rohstoffpreise verantwortlich

Hintergrund sei nicht das Glühbirnenverbot, sondern der rasante Anstieg der Rohstoffpreise. "Seltene Erden sind in den vergangenen zwölf Monaten um 700 Prozent teurer geworden", so der Sprecher. Sie würden aber für die Lampen zwingend benötigt.

Philips will ebenfalls Preise erhöhen

Beim niederländischen Elektrokonzern Philips seien für Deutschland durchschnittliche Preissteigerungen zwischen 20 und 25 Prozent im Laufe der nächsten Monate geplant. Dies habe jedoch nichts mit dem Glühbirnenverbot zu tun, sagte Konzernsprecher Steve Klink in Amsterdam.

Philips-Chef Frans van Houten habe bereits Mitte Juli bei der Vorstellung der Unternehmensbilanz für das zweite Quartal deutlich gemacht, dass angesichts steigender Kosten für Rohstoffe die Preise weltweit erhöht werden. So würden zum Beispiel auch Kunden in den USA künftig etwa bis zu einem Viertel mehr für Energiesparlampen hinlegen müssen.

Politik: "Zeitpunkt ungünstig gewählt"

"Der Zeitpunkt ist doch sehr ungünstig gewählt", sagte Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag. "Da drängt sich der Verdacht auf, dass hier die Verbraucher abgezockt werden sollen." Ab dem 1. September dürfen EU-weit keine herkömmlichen Glühbirnen mit mehr als 40 Watt in den Handel kommen. Maisch sprach sich für ein umfassendes Recycling-System für Energiesparlampen aus. Die Rücknahme der Lampen, die auch giftiges Quecksilber enthalten, sei immer noch nicht klar geregelt. Osram-Vorstand Martin Goetzeler sagte der "Financial Times Deutschland", Osram arbeite an Prozessen, um seltene Erden über Recycling zurückzugewinnen.

Verbraucher müssen vielleicht nicht mehr zahlen

Für die Produktion der Leuchtmittel würden vor allem Lanthan, Europium, Terbium und Yttrium aus der Gruppe der seltenen Erden benötigt, erläuterte Osram-Sprecher Schmidt. Den Osram-Kunden sei die Preiserhöhung schon vor einigen Wochen angekündigt worden.

Ob und wie stark diese Preiserhöhungen an die Verbraucher weitergegeben würden, liege allerdings beim Handel, erklärte Schmidt weiter. Osram-Vorstand Martin Goetzeler hatte zuvor der "Financial Times Deutschland" (FTD) erklärt, er rechne mit Preissteigerungen in der gesamten Branche.

Den Kunden seien die Preiserhöhungen schon vor einigen Wochen angekündigt worden. Ob und wie stark sie an die Verbraucher weitergegeben würden, liege allerdings beim Handel. Der Möbelkonzern Ikea und die Baumarktkette Praktiker erklärten bereits, sie planten vorerst keine Preiserhöhungen.

Seltene Erden wichtig für Hightech-Produkte

Die sogenannten seltenen Erden sind Metall-Rohstoffe mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Diese machen sie unentbehrlich für die Herstellung vieler Hightech-Produkte wie etwa Handys, Computer-Chips, Flachbildschirme oder Touchscreens bei Navigationsgeräten. Sie werden auch in Batterien, Magneten, Glasfaserkabel, Katalysatoren und eben in Energiesparlampen eingesetzt.

Die Weltproduktion der seltenen Erden lag zuletzt bei etwa 160.000 Tonnen. Bis zu 97 Prozent der weltweiten Förderung und des Angebots kommen aus China, das aber den Export künstlich drosselt und damit auch den Ärger der Welthandelsorganisation auf sich zieht. In Europa gibt es nur unbedeutende Vorkommen. Wegen der technologischen Innovationen steigt die Nachfrage enorm. Deshalb sind Engpässe bei einzelnen seltenen Erden in den nächsten Jahren nicht auszuschließen.

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