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Netzagentur erwartet eine Entlastung bei Strompreisen - Gaspreise steigen

Netzagentur erwartet eine Entlastung bei Strompreisen

19.12.2011, 10:38 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Netzagentur erwartet eine Entlastung bei Strompreisen - Gaspreise steigen  . Erhöhungen der Stromkosten sollen niedriger ausfallen (Quelle: imago images)

Erhöhungen der Stromkosten sollen niedriger ausfallen (Quelle: imago images)

Verbraucher in Deutschland können wieder hoffen. Der scheidende Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, macht bei den Strompreisen Aussicht auf Entlastung. Die Behörde hält die von vielen Versorgern zum Jahreswechsel angekündigten Preiserhöhungen beim Strom für zu hoch.

"Bei all den Anbietern, die höhere Kosten für den Stromtransport als Grund für die Preiserhöhung angeben, wird dieser Grund zumindest teilweise wieder entfallen", sagte Kurth der "Wirtschaftswoche". Die Preiserhöhungen hätten dann keinen Bestand.

Gesetz soll Milliarden-Entlastung bringen

Durch eine vom Bundestag geplante Gesetzesänderung könne die Netzagentur bei der Genehmigung der Netzentgelte künftig den Produktivitätsfortschritt der Netzbetreiber berücksichtigen. Dies werde zu einer Entlastung der Verbraucher von mehr als einer Milliarde Euro führen.

Ohne das neue Gesetz wären nach Berechnungen der Netzagentur zusätzliche Belastungen von bis zu zwei Milliarden Euro auf die Verbraucher zugekommen. "So dürften die Netzbetreiber nach meinen Schätzungen höchstens noch einen Restbetrag aus der Vergangenheit in Höhe von 500 Millionen Euro auf die Kunden abwälzen", so Kurth, dessen Amtszeit Ende Februar abläuft. Nachfolger wird der bisherige Berliner Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Homann.

Gaspreise steigen weiter an

Neben den Strompreisen macht Verbrauchern auch der Preistrend beim Gas zu schaffen. Wie die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf das Vergleichsportal Check24 berichtet, mussten Gaskunden 2011 durchschnittlich sieben Prozent mehr zahlen. "Über 500 der knapp 850 Gasversorger haben damit in diesem Jahr an der Preisschraube gedreht." Für Januar und Februar 2012 hätten rund 70 Versorger weitere Erhöhungen angekündigt, im Schnitt um acht Prozent.

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