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Abu Dhabi prüft Einstieg in deutsche Windparks

Abu Dhabi prüft Einstieg in den deutschen Offshore-Markt

23.01.2012, 14:38 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, t-online.de , dpa-AFX

Abu Dhabi prüft Einstieg in deutsche Windparks . Windenergie "Made in Germany" - Abu Dhabi hat Interesse (Quelle: dpa)

Windenergie "Made by Lego" (Quelle: dpa)

Der staatliche Solarzellenhersteller Masdar PV aus Abu Dhabi prüft den Einstieg bei deutschen Windparks auf hoher See. "Wir führen viele Gespräche im deutschen Offshore-Markt", sagte Frank Wouters, Chef der Energiesparte des staatlichen Ökokonzerns aus Abu Dhabi, der "Financial Times Deutschland" (FTD). Das Interesse ist groß, nur die schwachen Renditen können den Einstieg noch verhindern. Das Unternehmen gehört zum Staatsfonds Mubadala. 2008 hatte Masdar ein Fünftel des britischen Offshore-Windparks London Array gekauft.

Suche nach rentablem Projekt

Bislang habe Masdar noch kein Projekt gefunden, das sich für das Unternehmen rechnet. Die Parks in Deutschland sind weit von der Küste entfernt und stehen in tieferem Wasser. "Das erhöht das Risiko", so Wouters. Zwar würden die Kosten der Projekte dank günstigerer Windräder sinken, allerdings entfiele ein Großteil der Kosten auf den Bau der Anlagen. "Hier lernen die Unternehmen zwar dazu, aber nur langsam", sagte der Manager.

Bislang wird nur ein einziger Windpark in Deutschland gebaut: Bard 1 in der Nordsee. Sollten die Kosten nicht sinken, müsse die staatliche Förderung steigen, forderte Wouters. Masdar habe dank der Mutter Mubadala grundsätzlich keine Schwierigkeiten, Kapital für die rund 1,5 Milliarden Euro teuren Projekte zu besorgen.

Private Investoren sollen Vorankommen sichern

Bis 2030 sollen 15 Prozent des in Deutschland benötigten Stroms vom Meer geliefert werden. Für das Großprojekt braucht die Politik private Investitionen - doch diese fehlten in den vergangenen Jahren. Zuletzt zeichnete sich aber Besserung ab: Drei Finanzinvestoren haben binnen weniger Monate Offshore-Projekte gekauft, darunter Blackstone. Der US-Marktführer ermöglichte im Sommer 2011 nach langer Verzögerung die Finanzierung für das Projekt Meerwind und erwarb ein zweites. Zudem übernahm der Düsseldorfer Investor Ventizz einen Park von PNE Wind.

Solarkraftwerk in Thüringen

In Deutschland hat Masdar erst jüngst einen Fotovoltaikpark in Thüringen bauen lassen und in Spanien gemeinsam mit einem Partner das Solarthermiekraftwerk Gemasol fertigstellen. Weitere Solarparks sollen in Deutschland und anderen europäischen Ländern folgen. Ziel sei dabei auch, die Solarfabrik des Unternehmens in Thüringen auszulasten. Den Bau eines weiteren Solarwerks in Abu Dhabi legte der Konzern wegen der zu starken Konkurrenz aus Asien aber auf Eis.

Wie viel Geld Wouters für Investitionen zur Verfügung hat, wollte der niederländische Manager der Zeitung nicht sagen. "Wir haben keine Vorgaben, wie viel wir jährlich zukaufen sollen. Es gibt da keine Eile." Es sei aber sehr unwahrscheinlich, dass Masdar über längere Zeit keine neuen Investitionen ankündigt. "Es gibt ja eine Menge interessante Projekte da draußen." Er arbeite an mehreren Plänen.

Vom Einstieg profitieren

Auch die Private-Equity-Tochter Masdar Capital ist derzeit in Deutschland auf der Suche nach innovativen Unternehmen, die Bedarf für Wagniskapital haben. "Wir werden sicher in diesem Jahr noch in Europa investieren. Und Deutschland ist bei technischen Entwicklungen weit vorn", sagte Investmentchef Alex O'Cinneide der "FTD".

Bei Masdars Investitionen müsse immer auch Abu Dhabi profitieren, sagte Wouters der Zeitung. Es gehe nicht wie bei reinen Finanzinvestoren nur darum, Geld zu geben, sondern auch um Wissenstransfer. "Darum ist auch Offshore-Wind interessant, denn unsere Ingenieure können manche der technischen Lehren für die Ölförderung auf hoher See verwenden."

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