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China boykottiert Klimaschutzabgabe für Airlines

China boykottiert Klimaschutzabgabe für Airlines

06.02.2012, 14:02 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

China boykottiert Klimaschutzabgabe für Airlines. Ein Passagierflugzeug von China Southern Airlines im Landeanflug (Quelle: dapd)

Ein Passagierflugzeug von China Southern Airlines im Landeanflug (Quelle: dapd)

China boykottiert die europäische Klimaschutzabgabe für seine Fluggesellschaften. Auf Anweisung der Regierung untersagte die chinesische Luftfahrtbehörde (CAAC) den chinesischen Airlines, die neuen Gebühren zu zahlen.

China: Neue Vorschriften widersprechen UN-Rahmenabkommen

Die seit 1. Januar geltenden Vorschriften für die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel "widersprechen den betreffenden Grundsätzen des UN-Rahmenabkommens für den Klimawandel und internationalen Luftfahrtvorschriften", hieß es in der Erklärung.

Verweigerern drohen Strafzahlungen

Die Airlines, die sich nicht am Zertifikatehandel beteiligen, müssen der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge mit Strafzahlungen oder sogar einem Zugangsverbot zu europäischen Flughäfen rechnen. Die chinesische Verkehrsbehörde Cata habe berechnet, dass der EU-Emissionshandel die Fluglinien des Reichs der Mitte im ersten Jahr etwa 120 Millionen Dollar kosten würde, berichtete die "FTD".

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Die Europäische Union hofft nach Angaben des EU-Delegationschefs in Peking, Markus Ederer, den Konflikt durch Verhandlungen lösen zu können. Er sah keine unmittelbaren Auswirkungen des Boykotts, da erst 2013 abgerechnet werden soll, wenn die Fluglinien ihren Ausstoß an klimaschädlichen Gasen melden müssen. Mehr als 80 Prozent der Verschmutzungsrechte erhalten die Fluglinien ohnehin kostenlos, während sie für die restlichen Lizenzen zahlen müssen.

Minimaler Beitrag zur Rettung des Weltklimas

Vor Journalisten in Peking warb Ederer für die Klimaabgabe, die einen Flug von Peking nach Brüssel nach Abzug der gewährten Rechte nur um 17,5 Yuan - umgerechnet gut zwei Euro - teurer mache. "Ich überlasse es jedem, zu überlegen, ob das zu teuer ist, um das Weltklima zu retten."

Neben China verweigern laut "FTD" auch die amerikanische Luftfahrt-Organisation sowie die Fluggesellschaften American Airlines und United Continental die Klimagebühr. Mit den USA war es deshalb bereits im Dezember vergangenen Jahres zum Konflikt gekommen.

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