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Strompreiskosten drei Milliarden Euro zu hoch

Strompreiskosten drei Milliarden Euro zu hoch

24.08.2012, 14:07 Uhr | dpa, dpa-AFX, t-online.de

Strompreiskosten drei Milliarden Euro zu hoch. Verbraucher stöhnen unter immer weiter steigenden Strompreisen (Quelle: dpa)

Verbraucher stöhnen unter immer weiter steigenden Strompreisen (Quelle: dpa)

Die Energieversorger kassieren in diesem Jahr einer Studie zufolge beim Strompreis bis zu drei Milliarden Euro zu viel von den deutschen Verbrauchern. Das geht aus einer Analyse des Energieexperten Gunnar Harms für die Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die die "Saarbrücker Zeitung" berichtete und die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Damit nicht genug: Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) erwartet schon in Kürze eine weitere Erhöhung der Strompreise um fünf Prozent.

Strom müsste zwei Cent billiger sein

Laut Harms sind die Preise im Stromeinkauf im Jahr 2011 um zehn bis 20 Prozent gefallen. "Der Atomausstieg hat nicht zu den befürchteten Preissteigerungen geführt", heißt es in der Untersuchung. Wenn diese Effekte an die Endkunden komplett weitergegeben würden, müsste der Strompreis demnach rund zwei Cent je Kilowattstunde niedriger sein.

Preissenkungen nicht an Privatkunden weitergegeben

In den letzten fünf Jahren hat sich demnach gezeigt, dass gestiegene Einkaufspreise stets unverzüglich weitergegeben wurden, Preissenkungen hingegen nicht, "zumindest nicht an das Kundensegment der Haushaltskunden". Die Preise für Industriekunden hingegen seien in den letzten Jahren um drei Prozent gesunken, "während gleichzeitig private Endkunden seit 2008 rund 20 Prozent mehr für den Strom bezahlen müssen".

Kritik an Ausnahmeregelungen für die Industrie

Die Grünen kritisieren seit Wochen, dass es für energieintensive Unternehmen zu viele Ausnahmen bei den Netzentgelten und den Kosten zur Förderung erneuerbarer Energien gebe, dadurch müssten die Verbraucher beim Strompreis erhebliche Mehrkosten schultern.

Einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden kostet die Ökostrom-Förderung jährlich 125 Euro, davon zahlt dieser 31 Euro nur für die Industrie-Entlastungen. Die energieintensive Branche argumentiert hingegen, nicht die Ausnahmen seien das Problem, sondern Hauptkostentreiber sei die Förderung erneuerbarer Energien. Im vergangenen Jahr wurden 16,4 Milliarden Euro Vergütungen an die Produzenten von Ökoenergie gezahlt.

Energiebranche weist Vorwürfe zurück

Die Energiebranche wehrt sich gegen die Vorwürfe. So seien in der Studie für die Grünen-Fraktion bestimmte Komponenten bei der Strombeschaffung nicht berücksichtigt worden, kritisierte der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

"So kommen Beschaffungspreise von rund fünf Cent pro Kilowattstunde zustande, die in der Praxis für Stromvertriebe nicht zu erreichen sind." Außerdem seien Beschaffungskosten für Regel- und Ausgleichsenergie gar nicht berücksichtigt worden. Die Kosten, die den Bürger wirklich drücken, seien mit einem Strompreisanteil von 45 Prozent die Steuern und Abgaben.

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Kosten der Energiewende lasten auf Verbrauchern

Bärbel Höhn, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion, sagte der "Saarbrücker Zeitung", letztlich sei auch die Bundesregierung für den unaufhaltsamen Anstieg der Strompreise verantwortlich. Sie lade die Kosten der Energiewende bei den Verbrauchern ab, indem sie die Unternehmen umfassend entlaste.

Entsprechend rechnet Umweltminister Altmaier im Herbst mit einem Preisanstieg um fünf Prozent als Folge des zu schnellen Ausbaus der Solarenergie. "Die Preise legt die Energiewirtschaft fest", sagte der Minister der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Experten erwarten aber fünf Prozent."

Minister will Solarförderung früher als geplant streichen

Der CDU-Minister will deshalb die teure Förderung der Solarenergie schon früher beenden als bisher geplant. "Die Förderung des Solarstroms wird ganz auslaufen, wenn wir das Ziel von 52 Gigawatt an Leistungskapazität erreicht haben. Das ist für 2020 vorgesehen. Falls wir das Ziel früher schaffen, läuft die Förderung entsprechend früher aus", sagte der Politiker.

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