Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie >

Solarstreit: EU-Kommission ermittelt gegen China

Solarbranche  

Solarstreit: EU-Kommission ermittelt gegen China

08.11.2012, 14:01 Uhr | AFP, dpa-AFX, t-online.de

Der Konflikt zwischen der Europäischen Union und China um Unterstützung für ihre Solarindustrie geht in eine nächste Runde. Nach gegenseitigen Dumping-Vorwürfen leitete die EU-Kommission nun auch wegen mutmaßlich unfairer Subventionen eine Untersuchung gegen die Billigkonkurrenz aus China ein. Die europäische Solarbranche begrüßte den Schritt als "Meilenstein".

Es geht um Milliardensummen

Schon im September starteten die Wettbewerbshüter ein erstes Verfahren wegen des Vorwurfs, die chinesische Branche schade der darbenden europäischen Industrie durch Schleuderpreise unter Marktwert. Mit ihren Schritten folgt die Kommission Beschwerden des Branchenverbandes ProSun. Der klagt, dass milliardenschwere Beihilfen für Solarzellen und Solarpanele die chinesischen Dumping-Preise ermöglichen und die europäische Branche dadurch Schaden nimmt. Nach vorläufiger Prüfung gebe es "ausreichend Hinweis" für die Eröffnung der Ermittlungen gegen Subventionen, teilte die Kommission mit.

Subventionen und Preisdumping könnten zusammengehören, wenn die Chinesen ihre Waren nur deshalb in Europa so billig anbieten können, weil ihnen der Staat massiv unter die Arme greift. Am Ende der Untersuchungen könnten Handelsmaßnahmen wie Ausgleichszölle stehen, um die EU-Industrie gegen die Konkurrenz schützen.

Bedeutendster Anti-Subventionsantrag

Im vergangenen Jahr verkauften chinesische Hersteller Solarpaneele und Schlüsselkomponenten wie Solarzellen im Wert von rund 21 Milliarden Euro in die EU. "Gemessen am Wert der betreffenden Einfuhren handelt es sich um den bedeutendsten Anti-Subventionsantrag, der je bei der Europäischen Kommission eingereicht wurde", teilte die Kommission mit.

Innerhalb der kommenden 13 Monate untersucht die Kommission nun die Vorwürfe, die der europäische Herstellerverband EU ProSun erhoben hatte. Die Kommission muss eine Anti-Subventionsuntersuchung einleiten, wenn eine Branche dies beantragt und Beweise vorlegen kann, dass ein in die EU importiertes Produkt subventioniert und der europäische Wirtschaftszweig dadurch geschädigt wird.

China strebt Monopol an

Der Verband ProSun, dem mehr als 20 Firmen der europäischen Solarbranche angehören, begrüßte die Entscheidung der EU-Kommission als "Meilenstein". "Die Volksrepublik stattet ihre Solar-Unternehmen seit Jahren mit milliardenschweren Exportsubventionen aus und hat damit schon etliche europäische Solar-Hersteller aus dem Markt gedrängt", sagte Verbandspräsident Milan Nitzschke. Auf diese Weise habe China hat seinen Marktanteil in Europa inzwischen auf 80 Prozent gesteigert und "strebt mit allen Mitteln ein komplettes Monopol an".

Solar-Konflikt verschärft

Mit der neuen Untersuchung verschärft sich der Solar-Konflikt zwischen der EU und Peking. Als Reaktion auf die erste Untersuchung hatte das chinesische Handelsministerium seinerseits eine Ermittlung gegen die europäische Solarindustrie wegen Dumpings eingeleitet. Am Montag reichte China zudem bei der Welthandelsorganisation (WTO) Klage gegen die Europäische Union ein wegen unfairer Subventionierung der erneuerbaren Energien über garantierte staatliche Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

China ist der weltgrößte Hersteller von Solarpaneelen. Dort werden fast zwei Drittel der globalen Gesamtproduktion gefertigt. Die EU ist Chinas wichtigster Ausfuhrmarkt. Europäische Solarfirmen reklamieren aber unter anderem, dass die Preise für Solarstrommodule aus China weit unter den Produktionskosten liegen, da die Hersteller von der Regierung unbegrenzten Zugang zu Krediten bekommen würden. Die USA haben Solarprodukte aus China bereits mit hohen Strafzöllen belegt.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Jobsuche

Anzeige
 

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe