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Smog in Peking bewirkt Umdenken: China will grün werden

Club der Energiewendestaaten: China bald "grün"?

15.01.2013, 11:38 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Smog in Peking bewirkt Umdenken: China will grün werden. Alarmstufe Orange: Chinas Hauptstadt Peking erstickt im Smog (Quelle: dapd)

Alarmstufe Orange: Chinas Hauptstadt Peking erstickt im Smog (Quelle: dapd)

Die Luftverschmutzung in Peking nimmt dramatische Ausmaße an. In der chinesischen Hauptstadt wurde erstmals die zweithöchste Smog-Alarmstufe Orange ausgerufen - Fabriken mussten schließen. Nun will der größte Klimasünder der Welt offenbar "grün" werden und bei dem von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) geplanten Club der Energiewendestaaten mitmachen. "Wir haben eine exzellente bilaterale Zusammenarbeit mit China und die werden wir in Zukunft auch weiter ausbauen", sagte Altmaier nach einem ersten Gespräch mit sieben Staaten über die Grundlagen eines solchen Vorreiter-Bündnisses in Abu Dhabi.

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An dem Treffen nahmen neben China auch Großbritannien, Frankreich, Südafrika, Tonga, Marokko und Dänemark teil. Allerdings wurde Stillschweigen und Vertraulichkeit über die konkreten Verabredungen vereinbart. In den nächsten Wochen sollen die konkreten Teilnahmebedingungen nun festgezurrt werden.

Altmaier will keine Details nennen

Altmaier verteidigte das Schweigen - auch zu Knackpunkten wollte er sich nicht äußern. Die Minister und Vertreter der anderen Staaten verließen ebenfalls wortlos das Treffen in einem Restaurant. Er sei doch "mit dem Klammerbeutel gepudert", wenn er aus vertraulichen Gesprächen Details nennen würde, betonte Altmaier. Zuvor hatte China mit Deutschland bereits eine Absichtserklärung zu einer stärkeren Kooperation beim Ausbau erneuerbarer Energien unterzeichnet und so Bereitschaft für mehr Zusammenarbeit gezeigt. Das Land leidet derzeit auch wegen vieler Kohlekraftwerke unter starkem Smog.

"Es gab ein vertrauliches Abendessen mit Ländern aus allen wesentlichen Regionen der Welt, die beim Ausbau erneuerbarer Energien vorangehen", sagte Altmaier. "Ich bin optimistischer denn je, dass es uns gelingen kann, das Thema erneuerbare Energien weltweit gemeinsam voranzubringen."

Treffen ist ernst gemeint

Er wies die Befürchtung zurück, dass das Ganze nur eine Plauderrunde werde. Der Club würde parallel zur internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) arbeiten, zu deren Vollversammlung Vertreter von 136 Staaten in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate kamen. Daher gilt es, mögliche Interessenkonflikte mit IRENA-Mitgliedern zu vermeiden.

"Es geht auch darum, dass wir hier neue Märkte erschließen und unsere Industrien in diesem Bereich unterstützen", betonte Altmaier. Sein Ziel sei, dass sich besonders wichtige Länder mit dem Club diesem Thema noch mal besonders stark verschreiben.

Energiepolitiker: Abhängigkeit von Kohle und Öl muss beendet werden

Der Grünen-Energiepolitiker Hans-Josef Fell sagte am Rande der Konferenz, es sei eine wichtige Botschaft, dass sich China stärker engagieren wolle. "Der Energiesektor ist der Hauptemittent von Kohlendioxid". Erneuerbare Energien seien daher der entscheidende Ansatz im Kampf gegen den Klimawandel.

"Sie sind heute schon oft günstiger als Kohle und Atom bei Neuinvestitionen", sagte Fell, der in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz unter Rot-Grün mit erarbeitet hatte. "Wenn man sieht, dass die Klimaschutzverhandlungen nicht vorankommen, dann kann es eine gute Aktion sein." Es sei wichtig, die Abhängigkeit von Kohle und Öl zu beenden, sagte Fell.

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