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Fernwärme: Bundeskartellamt prüft überhöhte Preise

Überhöhte Preise bei Fernwärmeanbietern

07.03.2013, 16:45 Uhr | dpa

Fernwärme: Bundeskartellamt prüft überhöhte Preise. Sieben Unternehmen haben deutlich höhere Preise als der Durchschnitt (Quelle: dapd)

Sieben Unternehmen haben deutlich höhere Preise als der Durchschnitt (Quelle: dapd)

Das Bundeskartellamt nimmt die Fernwärme-Branche ins Visier. Bundesweit wurden sieben Anbieter aufgrund möglicher überhöhter Preise überprüft.

Preissenkungen und Rückerstattungen möglich

Falls sich der Verdacht bestätigen sollte, sei eine Preissenkungsverfügung gegen die Unternehmen möglich, sagte ein Sprecher. Die Firmen könnten sogar zur teilweisen Erstattung überhöhter Entgelte verpflichtet werden.

Im Mittelpunkt der Überprüfungen sind die E.ON Hanse Wärme in Hamburg und die RWE Dienstleistungen in Dortmund, die Stadtwerke in Leipzig und Rostock sowie die Unternehmen Dalkia (Hamburg), Danpower Energie (Potsdam) und Energie SaarLorLux (Saarbrücken).

Preise 100 Prozent über Durchschnitt

Bei einer aufwendigen Preis- und Kostenuntersuchung der Branche für die Jahre 2007 und 2008 habe sich im vergangenen Jahr herausgestellt, dass die Fernwärmeerlöse der sieben Unternehmen zum Teil um bis zu 100 Prozent über dem Durchschnitt lagen, teilte die Behörde mit.

Deshalb würden bei den Firmen jetzt zusätzlich die Daten für den Zeitraum von 2010 bis 2012 erhoben und mit den Preisen von acht eher günstigen Unternehmen verglichen.

Mangelnde Konkurrenz bei Fernwärme

Mit Fernwärme werden nach den Zahlen des Amts etwa 14 Prozent der deutschen Wohnungen geheizt. Bundesweit liegt das Umsatzvolumen im Privatkundengeschäft bei etwa 3,5 Milliarden Euro. Bei der Fernwärme gibt es in vielen Regionen praktisch keine Konkurrenz und teils sogar die rechtliche Verpflichtung zum Anschluss an ein bestimmtes Netz, falls die Verbraucher diese Energieform wählen.

Deshalb seien Missbrauchsverfahren bei überhöhten Preisen in dieser Branche zum Schutz der Kunden besonders wichtig, betonte Kartellamtschef Andreas Mundt.

Preise sollen vergleichbarer gemacht werden

Zur Stärkung des Wettbewerbs zwischen den Heizsystemen empfiehlt das Kartellamt außerdem, die Fernwärmepreise im Internet zu veröffentlichen. Zudem sollte es kürzere Laufzeiten bei Fernwärmeverträgen geben. Die Preise der Versorger variierten stark je nach Versorgungsgebiet, erklärte das Kartellamt. Das gelte auch für die untersuchten Unternehmen. Bei ihnen lägen nicht alle Gebiete auffällig über dem Durchschnitt.

Der Verband der kommunalen Unternehmen hatte im vergangenen Sommer zu der Untersuchung erklärt, die unterschiedlichen Erzeugungs- und Verteilsituationen bei der Fernwärme seien der Grund für die unterschiedlichen Preise und Kosten. Ein unmittelbarer Vergleich der Preise sei deswegen "nur begrenzt sinnvoll".

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