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Flexstrom-Pleite: Das müssen Kunden beachten

Was Kunden bei der Insolvenz von Flexstrom beachten sollten

17.04.2013, 07:59 Uhr | AFP

Flexstrom-Pleite: Das müssen Kunden beachten. Flexstrom ist pleite (Quelle: imago/Reiner Zensen)

Kunden des insolventen Energieanbieters müssen bis Ende des Jahres reagieren (Quelle: imago/Reiner Zensen)

Beunruhigende Nachrichten für die 500.000 Kunden des Stromanbieters Flexstrom: Das Unternehmen ist insolvent. Verbraucherschützer raten den Kunden zur Ruhe. Allerdings kann bei Zahlungen an den Anbieter für die Stromrechnung, etwa für Monate im Voraus, Vorsicht angebracht sein.

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Bekommen Flexstrom-Kunden trotz der Insolvenz auch weiter Strom geliefert?

Ja. Flexstrom hat in der Mitteilung zu seiner Insolvenz nicht davon gesprochen, dass die Lieferungen eingestellt werden. Ob dieser Fall eintritt, ist noch ungewiss. Doch auch wenn die Lieferungen gestoppt werden, stehen Verbraucher nicht ohne Strom da.

Die Haushalte rutschen dann in die sogenannte Ersatzversorgung beim örtlichen Versorgungsunternehmen - und dann nach drei Monaten in die sogenannte Grundversorgung, wie Jürgen Schröder, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, sagt. Allerspätestens dann ist ein geeigneter Zeitpunkt gekommen, sich nach einem geeigneten Stromtarif umzusehen.

Was ist beim Bezahlen der Stromrechnung zu beachten?

Energieexperte Schröder rät vor allem Kunden, die Verträge mit Vorauskasse haben, zur Vorsicht. Hohe Vorauszahlungen für Strom, etwa für den Zeitraum von einem Jahr, sollten nicht getätigt oder gestoppt werden. Einzugsermächtigungen könnten widerrufen werden, bereits erfolgte Lastschriften innerhalb von acht Wochen zurückgebucht werden.

Laut Schröder haben Kunden im Insolvenzfall das Recht, Zahlungen zurückzuhalten, da sie damit rechnen müssen, dass die Lieferung irgendwann gestoppt wird. Monatliche Abschläge sollten demnach aber bezahlt werden, solange Strom geliefert wird.

Bei Abschlägen für den Zeitraum vom mehr als einem Monat empfiehlt Energieexperte Schröder, diese auf die Höhe für den Zeitraum eines Monats zu kürzen. Dies sollten Verbraucher dem Unternehmen aber schriftlich mitteilen. Als Grund können Kunden die Insolvenz und die unsicheren Aussichten für die weitere Belieferung nennen.

Müssen sich die Kunden jetzt einen neuen Anbieter suchen?

Das ist nicht zwingend - aber möglich. Die Insolvenz stellt nach Angaben des Energieexperten Schröder aber keinen außerordentlichen Kündigungsgrund dar. Also sind etwaige Kündigungsfristen zu beachten. Erst bei einem Lieferstopp besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht, und Kunden kommen schneller aus ihren Verträgen.

Fallen Kunden bei einem Lieferstopp in die Ersatzversorgung bei einem örtlichen Unternehmen, können sie ohne Kündigungsfristen zu einem neuen Anbieter wechseln. In der Grundversorgung gelten in der Regel zwei Wochen Kündigungsfrist. Die Preise sind bei Grund- und Ersatzversorgung gleich.

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