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Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

17.05.2013, 12:44 Uhr | dpa-AFX, dpa

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen. Nachtspeicheröfen könnten bei der Energiewende noch eine kleine Rolle spielen (Quelle: dpa)

Nachtspeicheröfen könnten bei der Energiewende noch eine kleine Rolle spielen (Quelle: dpa)

Nachtspeicherheizungen waren lange als teure Stromfresser verpönt und sollten in Deutschland eigentlich von 2020 an verboten werden. Das Verbot aus den Zeiten der Großen Koalition hat der Bundestag aber jetzt gekippt. Die Millionen Nachtspeicherheizungen hierzulande können über das Jahr 2019 hinaus im Einsatz bleiben.

Vom Geldfresser zum flexiblen Stromspeicher

Zuvor hatten am Mittwoch CDU, CSU und FDP im Bauausschuss des Bundestages für Änderungen im Energieeinsparungsgesetz gestimmt. Die einst massenhaft zur Abnahme von nächtlichem Atomstrom installierten Nachtspeicheröfen galten bisher als Strom- und Geldfresser, die Bürgern heute sehr hohe Rechnungen bescheren, weil die Strompreise stark gestiegen sind.

Inzwischen werden sie aber als flexible Stromspeicher angesehen, die in den Zeiten der Energiewende besser auf das schwankende Ökostromangebot reagieren sollen. "Das Verbot wird aufgehoben, weil wir den einen oder anderen Energiespeicher ganz gut gebrauchen können", sagte der Parlamentarische Bau-Staatssekretär Jan Mücke (FDP).

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RWE will offenbar Kohlestrom loswerden

Unter anderem der Energiekonzern RWE hatte sich zuletzt stark gemacht für eine Nutzung und Umrüstung der Nachspeicheröfen als intelligente, flexible Stromabnehmer - in Zeiten der Energiewende gibt es oft ein Überangebot. Deutschland steuert auf einen Rekordüberschuss an Strom in diesem Jahr zu - auch weil Braun- und Steinkohlekraftwerke nicht flexibel genug auf das schwankende Ökostromangebot reagieren können.

Laufzeit für Nachtspeicheröfen sollte begrenzt werden

In Deutschland gibt es immerhin noch mehr als 1,5 Millionen solcher Nachtspeicherheizungen. Die Große Koalition hatte beschlossen, dass zur Energieeinsparung und aus Klimaschutzgründen alle vor 1990 installierten Nachtspeicher nur noch bis Ende 2019 erlaubt sind. Nach 1990 angeschlossene Geräte dürfen maximal 30 Jahre laufen.

Bei Umweltschützern stieß das Vorhaben auf Kritik. "Wer noch eine traurige Pointe in der verfehlten Klimapolitik von Bundesumweltminister Peter Altmaier sucht, findet sie heute", zitiert der "Spiegel" Andree Böhling von Greenpeace. "Die Rechtfertigung von Nachtspeicherheizungen als notwendige Speichertechnologie für die Energiewende ist eine Farce", erklärte Böhling dem Magazin.

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