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Fracking-Chemikalien: Angela Merkel warnt vor Umweltrisiken

Gasförderung: Merkel warnt vor Fracking-Chemikalien

30.05.2013, 08:57 Uhr | rtr, dpa-AFX

Fracking-Chemikalien: Angela Merkel warnt vor Umweltrisiken . Gasfördertechnik Fracking: Kanzlerin Angela Merkel plädiert für strenge Auflagen (Quelle: dpa/picture alliance)

Gasfördertechnik Fracking: Kanzlerin Angela Merkel plädiert für strenge Auflagen (Quelle: dpa/picture alliance)

Die unabsehbare Gefahr durch Fracking für Umwelt und Mensch beunruhigt offenbar Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Wir müssen alles tun, damit wir Umweltrisiken nicht eingehen", sagte die CDU-Vorsitzende in einer telefonischen Frage-Antwort-Runde mit Parteimitgliedern. Die bei der Methode verwendeten Chemikalien seien sehr schädlich, weshalb man mit äußerster Vorsicht vorgehen müsse.

Das Ziel der Bundesregierung sei, mit einer gesetzlichen Neuregelung Fracking "zu beschränken und zu erschweren und viel umweltverträglicher zu machen gegenüber dem heutigen Rechtszustand", betonte sie. Bisher gelte nur das Bergrecht, künftig solle es bei Genehmigungsverfahren auch Umweltverträglichkeitsprüfungen geben.

Rund um den Bodensee verboten

Die Koalition hatte sich beim Fracking auf einen Kompromiss geeinigt, der neben einer Umweltverträglichkeitsprüfung und dem Verbot in Wasserschutzgebieten auch generell ein Einvernehmen mit den Wasserbehörden für Bohrungen vorsieht. Rund um den Trinkwasserspeicher Bodensee soll die umstrittene Fördermethode ausgeschlossen werden. Auch der Umgang mit den Fracking-Flüssigkeiten wurde genauer geregelt. Der Bundesrat hat jedoch bereits angekündigt, das Gesetzesvorhaben abzulehnen.

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Fracking-Test: 2600 Liter Diesel blieben wie erwartet im Boden

Beim Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, um dort eingeschlossenes Gas oder Öl freizusetzen. In den USA wird die Methode im großen Stil eingesetzt, was zu sinkenden Energiepreisen in Nordamerika geführt hat.

Bei einem 2010 begonnenen Fracking-Test in Ostwestfalen sind derweil wie erwartet 2600 Liter Dieselöl in der Erde zurückgeblieben. Das geht aus dem Abschlussbericht des Energieunternehmens ExxonMobil hervor, den die Bezirksregierung Arnsberg als landesweit zuständige Bergbaubehörde veröffentlicht hat. Nach Aussage von Exxonmobil entspricht diese Summe den Erwartungen. Eine Gefahr für das Trinkwasser bestehe nicht. Diese Einschätzung teilt die Bezirkregierung, wie ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Experten streiten sich

Laut Bericht liegen zwischen Grundwasser und den Dieselrückständen rund 1000 Meter. Neben weiteren Sicherungsmaßnahmen könne deshalb jeglicher Kontakt ausgeschlossen werden. ExxonMobil hatte am Bohrloch Oppenwehe 1 in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) im Jahr 2010 einen Drucktest mit über 25.000 Litern Dieselöl gemacht. Im Februar 2013 wurde die Flüssigkeit aus dem Bohrloch gepumpt und durch Stickstoff ersetzt. Das Bohrloch wurde verschlossen.

Ein Wissenschaftler der Techischen Universität Clausthal teilt die Schlussfolgerung von Exxonmobil und der Bezirksregierung Arnsberg allerdings nicht. Der Leiter der Abteilung Erdölgeologie, Wolfgang Blendinger, kritisiert die kurzfristige Sichtweise. "Woher wissen die Schreiber, was in 50 oder 100 Jahren mit dem Diesel und anderen Kontaminanten passiert?" Die Zeitskalen werden immer ausgeklammert, so Blendinger auf dpa-Anfrage, es gehe nur um Kurzfristigkeit.

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