Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie >

Solaranlagen: Hausbesitzer bekommen Mehrwertsteuer zurück

Solaranlagen: Hausbesitzer bekommen Steuer zurück

21.06.2013, 10:49 Uhr | AFP

Solaranlagen: Hausbesitzer bekommen Mehrwertsteuer zurück. Auch Privatleute können Steuervorteile bei der Solarenergie nutzen (Quelle: dpa)

Auch Privatleute können Steuervorteile bei der Solarenergie nutzen (Quelle: dpa)

Frohe Kunde für Hausbesitzer mit Solaranlage auf dem Dach: Auch private Betreiber einer solchen Anlage können unternehmerische Vorteile bei der Mehrwertsteuer nutzen. Der sogenannte Vorsteuerabzug ist zulässig, wenn die Anlage "zur Erzielung nachhaltiger Einnahmen betrieben wird", wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied (Az: C-219/12).

Hausherr verkaufte Strom ins Netz

In einem österreichischen Fall bestätigen die obersten EU-Richter damit die in Deutschland gültige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. Konkret ging es um einen Österreicher, der 2005 eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach seines Wohnhauses installiert hatte.

Der dort erzeugte Strom wurde in vollem Umfang ins örtliche Netz eingespeist, den selbst benötigten Strom kaufte er von dort zurück. Beim Finanzamt beantragte er eine Rückerstattung der beim Kauf der Anlage gezahlten Umsatzsteuer.

Vorsteuerabzug zunächst verweigert

Dies entspricht dem sogenannten Vorsteuerabzug bei Unternehmen. Diese müssen auf die selbst verkauften Waren Umsatzsteuer verlangen und an das Finanzamt abführen, können davon aber als "Vorsteuer" die Umsatzsteuerbeträge abziehen, die sie etwa für den Kauf von Vorprodukten, Hilfsmitteln und Maschinen selbst an andere Firmen bezahlt haben. Ist die Vorsteuer höher als die eingenommene Umsatzsteuer, erstattet das Finanzamt die Differenz.

Hier wollte das österreichische Finanzamt dem privaten Solaranlagen-Betreiber diese Vergünstigung verweigern. Der österreichische Verwaltungsgerichtshof legte den Streit dem EuGH vor.

Gewinnabsicht im Fokus

Der EuGH stellte nun fest, dass der Betrieb einer Fotovoltaik-Anlage eine dem Vorsteuerabzug unterliegende "wirtschaftliche Tätigkeit" ist, "wenn diese Tätigkeit zur nachhaltigen Erzielung von Einnahmen ausgeübt wird". Dies sei hier der Fall. Keine Rolle spiele es dagegen, ob die Tätigkeit "auf die Erzielung von Gewinnen gerichtet ist", sprich, ob sich die Solaranlage wirtschaftlich rechnet. Ebenso sei es egal, dass hier die Solaranlage durchgehend weniger Strom erzeugt als der Betreiber selbst für sein Haus benötigt.

Das Luxemburger Urteil entspricht im Wesentlichen der bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) in München. Der EuGH sicherte diese Rechtsprechung EU-rechtlich ab.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Jobsuche

Anzeige
 

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie

shopping-portal