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Solarbremse wirkt: Weniger neue Photovoltaik-Anlagen auf Dächern

Solarbremse wirkt: Weniger neue Anlagen auf Dächern

08.07.2013, 15:38 Uhr | dpa-AFX

Solarbremse wirkt: Weniger neue Photovoltaik-Anlagen auf Dächern. Die Anzahl von Neu-Installation von Solaranlagen auf Dächern ist gestoppt (Quelle: imago images)

Die Anzahl von Neu-Installation von Solaranlagen auf Dächern ist gestoppt (Quelle: imago images)

Die Solarbremse scheint zu funktionieren. Ein Jahr nach der Reform der Solarenergie-Förderung wertet Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) die mit den Ländern ausgehandelten Änderungen als Erfolg. In den vergangenen drei Jahren seien jeweils etwa 7500 Megawatt an neuer Solarleistung hinzugekommen, 2013 würden es wegen stärkerer Förderkürzungen nur noch etwa 4000 Megawatt, sagte der Minister in Berlin. Dadurch könnten die Kosten für die Verbraucher gemildert werden.

Während die 2010 installierten Anlagen die Bürger in diesem Jahr 2,2 Milliarden Euro kosteten, seien es bei den Anlagen aus diesem Jahr nur noch rund 300 Millionen, die auf den Strompreis umgelegt werden.

Umlage steigt weiter trotz der Bremse

Für jede Kilowattstunde Solarstrom wird eine feste, auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung gezahlt. Die Differenz zwischen dem an der Strombörse dafür erzielten Preis und dem Vergütungssatz zahlen die Bürger per Umlage über den Strompreis.

Ungeachtet des Abbremsens des Solarausbaus wird die Umlage trotzdem weiter steigen - denn die Preise an der Strombörse fallen wegen des Ökostrombooms. So wachsen - auch ohne starken Ökostrom-Zubau - die Differenzkosten.

Vorjahre belasten

Ein Problem sind die hohen Solarvergütungen der Vorjahre. Für eine im Juli 2009 ans Netz gegangene Anlage werden über 20 Jahre 43,01 Cent je Kilowattstunde gezahlt - hier fallen enorme Differenzkosten an, wenn der Preis an der Strombörse teilweise unter drei Cent fällt. Für eine jetzt im Juli neu gemeldete Kleinanlage gibt es nur noch 15,07 Cent Vergütung.

Die Solar-Reform sieht automatische weitere Förderkürzungen vor, wenn es einen bestimmten Zubau gibt. Bisher sind 34.000 Megawatt installiert, vereinbart wurde im Rahmen der Reform, dass die Förderung bei 52.000 Megawatt, also etwa 2017, ausläuft.

In den ersten sechs Monaten 2013 wurden nur noch 1800 Megawatt an neuer Solarleistung installiert. Im Juni waren es 315 Megawatt, im Vorjahresmonat noch 1791 Megawatt.

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