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Mieterbund warnt vor explodierenden Heizkosten

Strenger Winter  

Mieterbund warnt vor explodierenden Heizkosten

01.10.2013, 19:34 Uhr | AFP, dpa-AFX

Mieterbund warnt vor explodierenden Heizkosten. Drohender Preisschock beim Heizen (Quelle: imago/Sommer)

Drohender Preisschock beim Heizen (Quelle: imago/Sommer)

Schlechte Nachrichten für Mieter: Sie müssen für 2012 mit einer Nachzahlung bei den Heizkosten rechnen. Denn es war insgesamt kälter und die Heizperioden dauerten im Vergleich zum Vorjahr länger. Und das ist noch nicht alles: Wegen der kalten Wintermonate zu Jahresbeginn und gestiegener Energiepreise müssen Mieter wohl auch 2013 fürs Heizen tiefer in Tasche greifen. Die Jahresrechnung könnte um bis zu 18 Prozent höher liegen als 2012, wie aus der Prognose des Deutschen Mieterbundes hervorgeht.

Preisschub beim Heizen

2012 waren die Heizkosten laut bundesweitem Heizspiegel der gemeinnützigen Gesellschaft co2online um neun Prozent gestiegen. Gas wurde nach den Berechnungen im ersten Halbjahr um 1,4 Prozent teurer, Fernwärme sogar um 4,5 Prozent. Allein das erste Vierteljahr 2013 dürfte pro Haushalt 55 bis 65 Euro Mehrkosten verursachen, sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten in Berlin.

Das Zahlenwerk basiert auf den Daten von knapp 100.000 zentral beheizten Wohngebäuden im ganzen Bundesgebiet. Es wird jährlich von der gemeinnützige Beratungsgesellschaft Co2online Und dem Deutschen Mieterbund erstellt. Die "Bild"-Zeitung hatte am Dienstag über die Studie berichtet.

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Zweistellige Zuwachsraten

Für eine 70 Quadratmeter-Wohnung mit Ölheizung könnten laut Mieterbund in diesem Jahr durchschnittlich 1127 Euro Heizkosten fällig werden - das sind 137 Euro oder knapp 14 Prozent mehr als 2012. Wer in einer solchen Wohnung mit Gas heizt, muss mit Gesamtkosten von 902 Euro rechnen, 132 Euro oder gut 17 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Mieter mit Fernheizung müssen 2013 sogar einen Heizkostenanstieg von 17,8 Prozent einkalkulieren - ihre Gesamtrechnung würde um 153 Euro auf 1013 Euro steigen.

Bereits 2012 waren laut aktuellem Heizspiegel, den co2online mit Unterstützung des Mieterbundes herausgibt, die Jahreskosten für Heizöl im Vorjahresvergleich um 11,2 Prozent gestiegen, für Erdgas um 7,7 Prozent und für Fernwärme um 9,6 Prozent.

Steigende Energiepreise

"Die Hauptfaktoren bei den Heizkosten sind der Heizenergieverbrauch eines Gebäudes und der Energiepreis", erklärte die co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz. "Die Energiepreise kann der Verbraucher nicht beeinflussen. Daher ist eine energetische Modernisierung der richtige Weg, um den Heizenergieverbrauch und damit die Heizkosten langfristig zu senken."

Preistreiber bei den Heizkosten in diesem Jahr ist den Experten zufolge unter anderem die ungewöhnlich lange Kältephase im ersten Quartal 2013. Bereits 2012 war demnach im Vergleich zu 2011 ein kühleres Jahr - im ersten Vierteljahr 2013 lagen die Temperaturen aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals um knapp zwölf Prozent niedriger.

Mieterbund rät zur Wärmedämmung

"Allein die niedrigen Temperaturen zwischen Januar und März 2013 kosten den Verbraucher zusätzlich etwa 55 bis 65 Euro", erklärte der Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten. Wenn jetzt noch das vierte Quartal dieses Jahres ähnlich kalt werde, drohten Mietern um 130 bis 150 Euro höhere Heizkosten-Abrechnungen als 2012.

Besorgt zeigte sich Siebenkotten auch wegen der weiter steigenden Energiepreise. "Gas und Fernwärme sind im ersten Halbjahr 2013 wieder um 1,4 beziehungsweise 4,5 Prozent teurer geworden, und auch der Preis für Heizöl steigt seit Wochen wieder an". Umso wichtiger seien Investitionen in den Wärmeschutz, die Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung im Gebäude. Schon die Optimierung bestehender Technik, beispielsweise durch einen hydraulischen Abgleich der Heizanlage, führe zu nennenswerten Einsparungen.

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