Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie >

RWE weist Berichte über vorzeitiges Garzweiler-Aus zurück

Braunkohletagebau  

RWE weist Berichte über vorzeitiges Ende für Garzweiler zurück

08.10.2013, 18:23 Uhr | dpa , AFP

RWE weist Berichte über vorzeitiges Garzweiler-Aus zurück. Braunkohletagebau Garzweiler: In Nordrhein-Westfalen sind viele Menschen vom Tagebau abhängig.   (Quelle: dpa)

Braunkohletagebau Garzweiler: In Nordrhein-Westfalen sind viele Menschen vom Tagebau abhängig. (Quelle: dpa)

Der Versorger RWE hat einen Bericht über ein vorzeitiges Aus für den umstrittenen Braunkohle-Tagebau in Garzweiler zurückgewiesen. "RWE hält an seinen bisherigen Planungen zur Fortführung des Tagebaus Garzweiler II unverändert fest", teilte RWE-Chef Peter Terium mit. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, der Versorger denke über ein vorzeitiges Ende für Garzweiler nach. Mögliches Schlussdatum könnte 2017 oder spätestens 2018 sein, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Angaben aus der Konzernspitze.

"Fester Bestandteil der Zukunftsplanung"

RWE betonte, Garzweiler verfüge über einen genehmigten Kohlevorrat von rund einer Milliarde Tonnen Braunkohle. Gefördert würden jährlich 35 bis 40 Millionen Tonnen. Garzweiler sei "fester Bestandteil der Zukunftsplanung des Unternehmens".

Erneuerbare Energien machen Tagebau unrentabel

Die Zeitung berichtete, dass die Konzernspitze von RWE prüfe, den Abriss weiterer Orte und neue Investitionen in den Ausbau des Reviers zu stoppen. Als Begründung wurde gesagt, dass der Betrieb der großen Kraftwerke rund um Garzweiler sich immer seltener rentiere. Das wachsende Angebot von Wind- und Solarenergie lasse die Preise an den Strombörsen so stark fallen, dass Kraftwerke immer seltener am Netz seien.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Stellenangebote

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Komplettausstieg noch nicht angedacht

Das Bundesverfassungsgericht prüft seit Anfang Juni, ob die Zwangsenteignungen für deutsche Tagebaue rechtens sind. Viele Experten rechnen laut "SZ" damit, dass Kohlekraftwerke bei einer Neujustierung der Energiewende durch die künftige Bundesregierung angesichts dieser Probleme keine führende Rolle spielen werden. Den konzerninternen Überlegungen zufolge ist ein Komplettausstieg aus der Braunkohle bei RWE aber bislang kein Thema. Der benachbarte Tagebau Hambach solle in jedem Fall weiter betrieben werden, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

Nach bisheriger Planung sollen bis 2045 für den Tagebau Garzweiler II weitere 7000 Menschen umgesiedelt werden, damit auf einer Fläche von 48 Quadratkilometern rund 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle abgebaut werden können.

Tausende Jobs hängen an der Braunkohle

Vor allem für Nordrhein-Westfalen ist die Braunkohle ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. An ihr hängen laut Experten im Umfeld der Tagebaue und Kraftwerke etwa 35.000 Jobs in NRW. Die Gewerkschaft Ver.di warnte vor dem Verlust Tausender Stellen. "Es muss gelingen, die Braunkohle in die Energiewende einzubauen, sonst sieht es hier düster aus", warnte der Ver.di-Funktionär und RWE-Aufsichtsrat Hans-Peter Lafos in der «SZ».

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Jobsuche

Anzeige
 

Gas-Rechner
AnzeigeGaspreisvergleich
Gaspreise vergleichen

Jetzt Gaspreise vergleichen und Geld sparen


Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Immobilien > Energie

shopping-portal