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Strompreise: Handwerkspräsident schlägt neue Stromnetz-Abgabe vor

Strompreise  

Handwerkspräsident schlägt neue Stromnetz-Abgabe vor

03.03.2014, 14:01 Uhr | AFP, rtr, t-online.de

Strompreise: Handwerkspräsident schlägt neue Stromnetz-Abgabe vor. Der Ausbau neuer Stromnetze ist teuer - alle Stromverbraucher sollen zahlen, so ein neuer Vorschlag (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Ausbau neuer Stromnetze ist teuer (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Als gebe es noch nicht genug Abgaben für unseren teuren Strom. Nun schlägt der Handwerkspräsident eine weitere Umlage vor. Für den Ausbau und die Modernisierung des deutschen Stromnetzes im Zuge der Energiewende sollte nach Ansicht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) eine neue Gebühr eingeführt werden. Diese sollten dann alle zahlen, "die an das Stromnetz angeschlossen sind", sagte ZDH-Präsident Hans-Peter Wollseifer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Dabei kann der Preis so gestaffelt werden, dass Kleinverbraucher weniger zahlen als Großverbraucher."

"Bereitstellungsgebühr" soll Lastenausgleich ermöglichen

Auf den Einwand hin, dass es bereits mehrere Umlagen auf den Strompreis wie etwa die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom und das Netzentgelt gebe, sagte Wollseifer, finanziert werden müsse der Netzausbau in jedem Fall. Die von ihm vorgeschlagene "Bereitstellungsgebühr" könne dabei "eine gleichmäßigere Lastenverteilung" als das Netzentgelt ermöglichen. Dieses macht laut Bundesnetzagentur rund 20 Prozent des Strompreises für Haushalte aus.

Ökostrom-Erzeuger sollen von EEG-Umlage ausgenommen werden

Wollseifer lehnte es dagegen ab, die Erzeuger von Ökostrom auch zur Finanzierung der Förderumlage nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) heranzuziehen. Die EEG-Umlage macht im Strompreis mit einem Anteil von gut 20 Prozent mittlerweile einen der größten Einzelposten aus (vgl. Grafik unten).

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Netzentgelt kaum transparent

Das Netznutzungsentgelt schlägt ähnlich stark zu Buche. Mit der neuen Abgabe würde das "Leitungsgeld" den größten Anteil ausmachen. Dabei ist diese Abgabe schon jetzt nicht einfach zu durchschauen. Denn die Höhe des Netzentgelts ergibt sich aus der Dauer und der Höhe einer individuellen Stromabnahme.

So belastet beispielsweise ein Heizlüfter mit einer Leistung von zwei Kilowatt (kW), der ein Jahr lang (8760 Betriebsstunden) stetig läuft, das Netz deutlich anders als ein Schmelzofen, der innerhalb einer Stunde eine Leistung von 17.520 kW verbraucht, obwohl beide Verbraucher dem Netz die gleiche "Arbeit" entnehmen (2 kW x 8760 h = 17.520 kWh = 17.520 kW x 1 h).

Steuern und Abgaben an den Staat machen fast die Hälfte des Strompreises aus (Stand: Anfang Januar 2014) (Quelle: t-online.de)Steuern und Abgaben an den Staat machen fast die Hälfte des Strompreises aus (Stand: Anfang Januar 2014) (Quelle: t-online.de)

Maximale entnommene Leistung spielt eine Rolle

Während für den ersten Verbraucher jedoch nur Leitungen und andere Betriebsmittel mit einer Kapazität von zwei kW erforderlich sind, benötigt der zweite Verbraucher eine Leitungskapazität von 17.520 kW. Das Netzentgelt enthält deshalb eine Komponente für die maximale entnommene Leistung (kW) sowie für die Arbeit (kWh) die jeweils von Verbraucher zu Verbraucher unterschiedlich sind.

Die Netznutzungsentgelte variieren zusätzlich von Bundesland zu Bundesland. Der Bundesverbandes der deutschen Energiewirtschaft (BDEW) beziffert die durchschnittlichen Netznutzungsentgelte für Haushalte 2013 mit etwa 6,5 ct/kWh.

ZDH-Präsident gegen bayerisches Moratorium

Hans-Peter Wollseifer sagte weiter, es müsse versucht werden, Strom möglichst dezentral zu erzeugen. "Wird mehr Strom vor Ort erzeugt, muss vielleicht nicht jede Trasse gebaut werden", sagte er. Gleichwohl wandte sich der ZDH-Präsident gegen das von Bayern geforderte Moratorium für Stromtrassen. Dies sei nicht akzeptabel. Bayern hatte verlangt, den bereits beschlossenen Bau neuer Stromtrassen in dem Bundesland noch einmal zu überprüfen.

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